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Lokalsport

Im Canadier davon gepaddelt
Trainierter Kanute schneller als Ausdauersportler bei Paddelrallye
sr Wustrow. Schon nach wenigen Kilometern verschwand Helmut Merschjohann bei der Paddelrallye der IGAS Wendland aus dem Blickfeld den anderen Teilnehmer. Der 63-jährige Königshorster machte am Sonntag in seinem Rennkajak auf einem Bein kniend mit seinem Stechpaddel mächtig Tempo, während sich die anderen 14 Teilnehmer in ihren Wanderkajaks oder im Kanu abmühten.
Dank der neuen 18,4-km-Strecke auf der Jeetzel und dem Lüchower Landgraben mit drei Wendepunkten konnten sie den trainierten Canadierfahrer mehrmals beobachten. Allerdings ließ Merschjohann, der in den 50er- und 60er-Jahren zur Landesspitze in Nordrhein-Westfahlen gehörte, einen Abschnitt auf der Jeetzel in Richtung Salzwedel aus, fiel deshalb aus der Wertung. Er befürchtete, dass der Fluss dort so verkrautet ist, dass er kentert. Das sei dann wegen der speziellen Technik im Renn-Canadier kaum zu verhindern, erläuterte Merschjohann, der im Sommer mehrmals pro Woche trainiert.Für die hiesigen Ausdauersportler wurde die Paddelrallye wieder zum Kampf gegen schmerzende Arme und Blasen an den Fingern. Auch der leichte Wind auf dem Landgraben machte den relativ ungeübten Paddlern zu schaffen. Schnells-ter des kleinen Feldes von sechs Booten auf der Langstrecke über 18,4 km war Detlef Boick in 2:23 Std. knapp vor Hans-Jürgen Roost (2:25 Std./beide IGAS Wendland). Auf der Kurzstrecke über 13 km kam Hermann Walther (IGAS) nach 1:49:38 Std. als Erster wieder am Wehr in Wustrow an. Als jüngs-ter Teilnehmer zeigte Jan Diekelmann aus Wustrow über diese Strecke gute Ausdauer. Zufrieden waren die Langstreckler mit dem neuen Kurs. Organisator Thomas Tege von der IGAS überlegt noch, ob die Rallye wieder in Wustrow ausgetragen wird. Nachgedacht wird bei der IGAS darüber, wie mehr Paddler zur Teilnahme animiert werden können.
Bild: Fuhr der Konkurrenz zu Beginn da-von: Helmut Merschjohann aus Königshorst im Rennkajak beim Start der Paddelrallye der IGAS Wendland. Aufn.: A. Koopmann
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