Lokalsport


Gänsehaut beim Stadtrennen

Rasanter Auftakt in Dannenberg

jw Dannenberg. »Das war die beste Tour, die ich bisher gefahren bin.» Lob aus berufenem Munde hörten am Sonntag die Organisatoren der Tour de Wendland 2005.

Bild 1877118 Die anerkennenden Worte für den MTV Dannenberg, die IGAS Wendland und die TSV Hitzacker gab es im Rahmen der Siegerehrung auf dem Dannenberger Marktplatz von Radsportler Fabian Brzezinski aus Tobringen. Er war die elfte Auflage des dreitägigen Radrennens mit Stadtkriterium sowie Langetappe und Einzelzeitfahren (Berichte weiter unten), das erstmals komplett im Nordkreis ausgetragen wurde, als Profifahrer außerhalb der Wertung mitgefahren und war wie erwartet der Schnellste.

»Mit dem vergleichsweise geringen personellen und vor al-lem finanziellen Aufwand, der hier betrieben wird, kann man ein Radrennen kaum besser organisieren», betonte Fabian Brzezinski. Dem Radprofi vom Hamburger Stevens-Team gefiel vor allem die Idee, die Tour in die Dannenberger City-Offensive einzubinden und so einem breiteren Publikum zu präsentieren. Und damit war er nicht allein. »Das Stadtrennen am Freitag war der Hammer, da hatte man eine richtige Gänsehaut», betonte Nico Hildebrandt von den Radgiganten aus Ludwigslust. Der 19-Jährige sicherte sich den offiziellen Sieg bei der elften Tour. In insgesamt 5:06:39 Sek. lag er nur 33 Sekunden hinter Brzezinski und war damit der beste Amateurfahrer. Beste Lüchow-Dannenberger waren hinter Brzezinski Markus Supplie in 5:16:11 Std. (Gesamt-26.) und Oliver Meyer in 5:17:59 Std. (Gesamt-29.), beide von der IGAS Wendland, vor Aaron Zielke (5:19,42 Std./Gesamt-34.) aus Tießau und Philipp Schönherr (5:23:20 Std./Gesamt-40.) aus Clenze. Insgesamt absolvierten 17 Lüchow-Dannenberger Fahrer die komplette Tour. Neben den Männern waren auch mehrere Frauen am Start, von denen aber nur drei die komplette Tour absolvierten. Siegerin wurde Ines Grützmann vom RC Charlottenburg-Berlin in der Gesamtzeit von 5:27:57 Std. Beste hiesige Fahrerin war Sigrid Schareitz vom VfL Langendorf als Vierte. Sie durfte sich auch über die Kreismeistertitel beim Stadtkriterium sowie über die Langetappe freuen.

Bei den Männern trumpfte der spätere Sieger Hildebrandt gleich beim Stadtrennen über 20 Mal 1,8 Kilometer auf. Vom Start vor der Kirche in der Dannenberger Innenstadt ging es an der Eisdiele vorbei Richung Famila, Mühlentor, auf die Umgehungsstraße Jeetzelallee bis zu den Ratswiesen und von dort wieder in die Marschtorstraße. »Schnell, trotz teilweise Kopfsteinpflaster gut zu fahren und mit ordentlichen Kurven», so lautete der Tenor bei vielen Fahrern zur neuen Strecke.

Besonders angetan waren die 126 Radsportlerinnen und Radsportler von den rund 300 Zuschauern, die allein im Start-Ziel-Bereich hinter Absperrgittern beide Seiten der Strecke säumten und die Fahrer immer wieder lautstark anfeuerten.

Gegen Rennende hatte sich eine Vierergruppe leicht abgesetzt, eine Verfolgergruppe unter anderem mit Brzezinski hatte bis zu 45 Sekunden Rückstand. Die Ausreißer retteten ihren Vorsprung am Ende über die Zeit. Allen voran Hildebrandt, der in der letzten Runde das Durcheinander beim Überrunden eines größeren Pulks nutzte, von der Gruppe wegsprintete und in 47:59,15 Min. mit neun Sekunden Vorsprung als Sieger die Ziellinie überquerte. Brzezinski, der die Verfolgung zu spät aufgenommen hatte, verkürzte seinen Rückstand noch auf 15 Sekunden und wurde Fünfter.

Auch die anderen Lüchow-Dannenberger Starter zeigten sich in guter Form. Gleich acht von ihnen fuhren beim Stadtkriterium, bei dem auch die Kreismeistertitel vergeben wurden, unter die besten 50. Hinter Sieger Brzezinski wurde Bernd Martel von der Clenzer Eintracht in 49:01,40 Min. KM-Zweiter und 18. der ersten Etappe. KM-Dritter (23.) wurde Markus Supplie in 49:02,55 Min.

Bild: 126 Radlerinnen und Radler starteten am Freitagabend beim Stadrennen durch Dannenberg zur elften Auflage der Tour de Wendland. Das Stadtkriterium im Rahmen der City-Offensive kam bei den Sportlern besonders gut an, hunderte Zuschauer sorgten am Markt für gute Stimmung.


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