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Lokalsport

Auf langen Kufen übers Eis geflitzt
Nur 28 Teilnehmer beim Eisvolkslauf in Gartow
sr Gartow. Der erwartete Ansturm auf die 125 Startplätze beim 3. Eisvolkslauf der IGAS Wendland blieb am Sonnabend aus.
Nur 28 Ausdauersportler flitzten auf langen oder kürzeren Kufen über den Gartower See. Trotzdem sah man im Start- und Ziel-Bereich bei Teilnehmern und Organisatoren nur strahlende Gesichter. »Das hat richtig Spaß gemacht», freute sich Silvia Behn vom SC Lüchow, die bei herrlichem Winterwetter den versierten Skatern hinterher fuhr. Neun Jahre hatten die hiesigen Eislauffans darauf gewartet, dass der Schlittschuh-Volkslauf, die alternative 11-Dörfer-Tour, bei dauerhaften Minus- graden wieder ausgetragen wur-de.An der Spitze hatte sich gleich nach dem Start ein vierköpfiger Pulk gebildet, in dem die drei 30-km-Eisläufer Thomas Ufferhusloh, Dieter Schmidt, Hauptorganisator Detlef Boick von der IGAS Wendland und der 62-jährige Benno Rüppel aus Vietze skateten. Das Quartett wechselte sich auf der 3,3-km-Runde nach jedem Wendepunkt ab. Weil unter der dünnen Schneedecke die Risse im Eis nicht zu sehen waren, gab es mehrere Stürze, die aber glimpflich verliefen. Dann warteten die anderen Mitglieder des Quartetts jeweils auf den oder die Gestürzten. Nachdem Rüppel nach 46:25 Min. ins Ziel der 20-km-Distanz gelaufen war, setzten sich Ufferhusloh und Boick auf der letzten Bahn von Dieter Schmidt ab. Über die Ziellinie glitt das Duo gemeinsam nach 1:08:43 Std., Schmidt lag gut eine halbe Minute zürück. Schnellste Frau war ihre Vereinskollegin Anne Fuhlbrügge-Rode, die nach 52:41 Min. gemeinsam mit dem 72-jährigen Manfred Peters das Ziel erreichte. Den Kinderlauf über 3,3 km gewann Niklas Steinfurth vom TuS Schnackenburg in 11:44 Min. Bei den Jüngsten siegten Paul Schneeberg in 13:03 Min und Lea Gebert (beide IGAS) in 14:24 Min. Überrascht, aber nicht ent-täuscht waren die Organisatoren von der IGAS und der SV Gartow über die geringe Teilneh-merzahl. Vor neun Jahren hatten fast 300 Eisläufer am Schlittschuhvolkslauf in Wustrow teilgenommen. Des- halb war diesmal die Teilnehmerzahl begrenzt worden und auch auswärtige Eisläufer wurden nicht zugelassen, was die Teilnehmerzahl zusätzlich drückte. Die Hälfte der Erwachsene skatete mit speziellen Eisschnelllaufschuhen. Die hatten sich die meisten von ih-nen vor neun Jahren nach dem vorigen Eisvolkslauf gekauft. Kritik hörten die Organisatoren aus Gartow. Durch das Rennen würden Kinder auf das unsichere Eis des Gartower See gelockt, hieß es. Nach zwei scharfen Frostnächten mit zweistelligen Minusgraden und einer Überprüfung der Eisdicke waren sich die Veranstalter aber sicher, dass das Eis halten würde. Vielleicht war die Angst einzubrechen ein Grund für die geringe Teilnehmerzahl, rätselten Eisläufer und Helfer während des Rennens.
Bild: Das Spitzenquartett beim Eisvolkslauf auf dem Gartower See: Nach 30 Kilometern siegten gemeinsam Thomas Ufferhusloh (rechts) und Detlef Boick (links/beide IGAS Wendland) Aufn.: A. Koopmann
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