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Lokalsport

Wintertraum in der Clenzer Schweiz
Skivolkslauf mit 35 Teilnehmern - Zauner wieder Schnellster
dm Starrel. Der Abschnitt über das leicht abfallende Feld im gleißenden Sonnenschein mit weitem Blick über den Südkreis und der steile Pfad durch eine Schlucht im Wald bei Starrel ließen die Teilnehmer des Skivolkslaufes durch die Clenzer Schweiz am Sonntag vergessen, dass sie Mitte März in Lüchow-Dannenberg auf schmalen Brettern unterwegs waren. Der starke Schneefall im meterologischen Frühling hatte der IGAS Wendland zu diesem ungewöhnlich späten Termin ermöglicht, nach vier Jahren wieder einen Skivolkslauf auszutragen.
35 Ausdauersportler vor allem aus Lüchow-Dannenberg genossen bei Minusgraden diesen verspäteten »Wintertraum», wie Hauptorganisator Stefan Zauner das Rennen getauft hatte.
Der begeisterte Skilangläufer aus Bösen hatte die 6,2 Kilometer lange Loipe am Freitagmorgen angelegt und war sie zusammen mit Thomas Ehlers bis Sonntag mehrmals abgefahren, weil der fast ständige Schneefall die Spur wieder zu verdecken drohte. Zuletzt war Zauner Sonnabend gegen Mitternacht bei Mondschein unterwegs gewesen - ein Erlebnis, um das ihn einige Teilnehmer des Volkslaufes beneideten.
Verwundert waren die Skilanglauffans aus dem Landkreis nicht, dass der Hauptorganisator die beiden Runden Sonntagmittag am schnellsten absolvierte. Der Lehrer, der aus Schwaben stammt, hatte schon das vorige Skilanglaufrennen vor vier Jahren überlegen gewonnen. Diesmal legte Zauner die 12,4 Kilometer in 1:06:19 Std. zurück. An dieser Zeit bissen sich auch Bert Burmester aus Uelzen in 1:10:53 Std. und Gilbert Jüchert von VfL Suderburg in 1:12:43 Std. als Zweiter und Dritter die Zähne aus. Die bes-ten hiesigen Konkurrenten Stefan Schulze (IGAS/1:14:01 Std.) und Hans-Joachim Heermann (SV Lemgow/Dangenstorf/ 1:15:17 Min.) brauchten noch ein paar Minuten länger. Für Staunen sorgte die schnellste Frau, Silke Jüchert vom VfL Suderburg. Nur vier Männer unterboten ihre Zeit von 1:15:04 Std. Schnellste über eine Runde waren Thomas Ehlers in 37:55 Min. und Ilona Schulze (VfL Breese) in 45:54 Min.
Die sportlichen Aspekte standen aber für die meisten Teilnehmer im Hintergrund, auch wenn dieses Rennen wegen der ungewöhnlichen Belastung und den über 200 Höhenmetern für sie anstrengender war als erwartet, zumal die Loipe mehr Kraft forderte als maschinell gespurte im Harz.
Mancher hatte kurz entschlossen seine alten Langlauf-ski nach mehr als einem Jahrzehnt wieder vom Dachboden geholt und sich an den Start gestellt. Lokalmatador Eckhard Schorling aus Starrel lief die zweite Runde beispielsweise über vier Minuten schneller, weil der gute Langstreckenläufer während des für in eineinhalbstündigen Rennens immer besser mit der Technik zurecht kam. Für die meisten Teilnehmer stand aber nicht das Tempo, sondern der Genuss des ungewöhnlichen Erlebnisses im Vordergrund.
Beim Skivolkslauf durch die Clenzer Schweiz waren gerade mal halb so viele Sportler dabei wie vor vier Jahren, als das Rennen von Wietzetze aus durch die Elbhöhen führte. Die Organisatoren von der IGAS erklären sich das damit, dass das Skirennen nur innerhalb von zwei Tagen organisiert wurde. Außerdem haben wohl viele Menschen Mitte März einfach keine Lust mehr auf Wintersport. Es zeigte sich auch, dass Skilanglauf bei jungen Erwachsenen nicht beliebt ist, denn von den 35 Teilnehmern waren nur drei jünger als 40 Jahre.
Bild: Am Schnellsten lief Hauptorganisator Stefan Zauner aus Bösen am Sonntag auf seinen zwei schmalen Brettern durch Feld und Flur bei Starrel. 2 Aufn.: T. Kraack
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