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Lokalsport

Schlammschlacht durch den Drawehn
Reckewell siegt beim Drawehn-Höhenweg-Lauf mit Streckenrekord
dm Clenze. Gefühlt war der Drawehn-Höhenweg-Lauf am Sonntag länger als der klassische Marathon. Das lag nicht nur an der schwierigen Strecke von Schmessau durch den Drawehn, auf der auf 35 Kilometern mehrere 100 Höhenmeter überwunden werden durften.
Hinzu kamen diesmal heftige Regen- und ein paar Hagelschauer, die aus dem Landschaftslauf auf Feld- und Waldwegen sowie -pfaden eine Schlammschlacht werden ließen. Weil er ständig Pfützen ausgewichen war, sei er bestimmt ein paar 100 Meter weiter gelaufen, meinte der alte und neue Gesamtsieger Jörg Reckewell vom MTV Dannenberg. Zum Erstauen seiner 22 Mitläufer und fünf Mitläuferinnen über 35 Kilometer und der Organisatoren absolvierte er den Höhenweg-Lauf wieder in neuer Streckenrekordzeit. Dabei ließ er seinen stärksten Konkurrenten in 2:23:49 Stunden keine Chance. Trotz des schlechten Wetters war Organistionsleiter Hermann Walther von der IGAS Wendland mit dem Ablauf zufrieden, auch wenn er sich mehr als die 80 Teilnehmer erhofft hatte. Mehrere Dutzend Helferinnen und Helfer sowie Strecken- und Verpflegungsposten sorgten da-für, dass fast alle Sportler den Höhenweg-Lauf ohne Umwege absolvierten. Sie konnten allerdings nicht verhindern, dass vie-le Markierungspfeile aus Kreide auf den Wegen durch den Dauerregen vor dem Lauf fast ganz wieder weggewaschen worden waren.Dass beim Höhenweg-Lauf der Orientierungssinn stärker gefordert ist als bei anderen Läufen, diese Erfahrung machte der Zweitplatzierte Thomas Müns-ter von der SV Gartow, der erstmals die 35 Kilometer von Nord nach Süd durch den Westen Lüchow-Dannenbergs absolvierte. Der Langstreckentriathlet verlief sich auf dem Kurs, der dem HX-Weg folgt, mehrmals, konnte aber trotzdem in 2:36:08 Std. seine beiden ärgsten Verfolger Frank Giesen vom VfL Suderburg (2:37:46 Std.) und Michael Klimanski (2:39:31 Std.) auf Distanz halten. Nicht nur die Schnellsten freuten sich über persönliche Bestzeiten. Trotz der schwierigen Bedingungen liefen mehrere Langstreckler aus Lüchow-Dannenberg gute Zeiten. Wolf Stahlknecht (IGAS) war als Erster der M50 in 2:43:01 Std. Vierter aus dem Kreis vor Hans-Bernd Gneist (MTV Dannenberg/ 2:46:18 Std.) und Tilo Frenzel (Sporting Lüchow), der sich um mehrere Minuten auf 2:47:43 Std. steigerte. Bei den Frauen siegte die Streckenrekordlerin Kerstin Wiethake (Post-SV Uelzen) in 2:44:06 Std. zum vierten Mal. Nur fünf Männer waren schneller. Als einzige Lüchow-Dannenbergerin verbesserte sich Marion Lippe (IGAS) als Vierte um neun Minuten auf 3:07:02 Stunden. Bei den acht Staffeln erreichte ein Frauentrio vom MTV Bad Bevensen nach 2:41:44 Std. als Erstes den Sportplatz in Clenze. Die schnellste Staffel aus dem Kreis bildeten Dietrich Plorin, Reinhard Hunger und Markus Schöning von der IGAS, die nach 2:48:45 Std. das Ziel erreichten. In der Mixed-Wertung siegten Petra und Manfred Haa-cke sowie Volker Wolfrath in ge-nau 3 Stunden (Sp. Lüchow). Über 15 Kilometer von Kröte nach Clenze bewies Sven Freudenthal vom FC Lüchow als Schnellster des 25-köpfigen Feldes in 58:55 Min. seine gute Form. Gut 100 Meter zurück lag Jens Göde aus Karmitz in 59:19 Min. Auch Siegfried Martel (Eintracht Clenze) bestätigte in 1:01:19 Std. seine guten Zeiten in diesem Frühjahr. Bei den Frauen siegte Silvia Behn (SC Lüchow) in 1:15:12 Std. vor Sina Mayhack (IGAS/1:16.59 Std.).
Bild: Idyllisch, aber anstrengend: Den 35-km-Lauf bewältigte auch Arndt Fischer (vorne/Germania Breselenz). Er wurde in 3:22:05 Stunden Gesamtfünfzehnter. Aufn.: D. Boick
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