Lokalsport


Lücke immer an der Spitze

Wendland-Triathlon mit 71 Teilnehmern

dm Gartow. Richtig freuen konnte sich Veranstaltungsleiter Wolfgang Schmidt nach dem 21. Wendland-Triathlon am Sonnabend am Gartower See nicht.

Bild 2084415 Dabei trugen die IGAS Wendland, der VfL Langendorf und die SV Gartow erstmals seit 2002 wieder einen richtigen Triathlon im und am Gartower See aus. Doch offensichtlich hat die Blaualgen-Problematik in den vergangenen drei Jahren viele Teilnehmer gekostet. Nur 50 Triathleten starteten dort über die beiden Distanzen, wo in den 90er-Jahren bei den Wendland-Triathlons weit über 200 Ausdauersportler schwammen, radelten und liefen. Hinzu kommen insgesamt 21 hiesige Schwimmer, Radler und Läufer, die am Sonnabend in den sieben Staffeln dabei waren.

Die geringe Teilnehmerzahl schadete dem Ablauf des Wendland-Triathlons, der vor 20 Jahren das erste Mal ausgetragen worden war, ansonsten aber nicht. Im Gegenteil, die meisten Teilnehmer und Helfer freuten sich über die familiäre Atmosphäre und lobten die Organisation. Windschattenfahren war wegen des weit auseinander gezogenen Feldes kein Thema. Auf alle Fälle planen die Organisatoren bereits für das nächste Jahr und hoffen, dass das Blaualgen-Problem im Gartower dauerhaft gelöst ist, damit nicht wieder wie 2003 und 2004 ein Duathlon ausgetragen oder nach Dannenberg ausgewichen werden muss.

An der Spitze der Olympischen Distanz feierte Vorjahressieger Patrick Lücke vom TV Sangerhausen in 1:57:47 Std. einen Start-Ziel-Sieg. Nach dem 1-km-Schwimmen hatte Jörg Reckewell vom MTV Dannenberg im Wechselraum noch zu Lücke aufgeschlossen. Doch auf der 39-km-Radstrecke fuhr der Sangerhausener mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp unter 40 km/h trotz eines heftigen Schauers einen deutlichen Vorsprung heraus. Auf den abschließenden zwei 4,7-km-Laufrunden um den See kam Reckewell zwar etwas heran, konnte mit seinen 1:59:32 Std. den erneuten Sieg von Lücke aber nicht gefährden. Entschädigt wurde Reckewell mit dem Gewinn des Kreismeis-tertitels, den er vor dem Gesamtvierten, Matthias Münster (SV Gartow), holte, der sich mit dem Dritten, Nils Freudenberg aus Hamburg, ein spannendes Rennen um den dritten Platz geliefert hatte.

Thomas Münster von der SV Gartow als Sechster in 2:07:47 Std. und Sven Freudental vom FC Lüchow als Zwölfter in 2:12:33 Std. konnten erwartungsgemäß nach ihren vielstündigen Wettkämpfen am Wo- chenende vorher nicht in den Kampf um den Kreismeistertitel eingreifen. In guter Form präsentierte sich Joachim Gause (MTV Dannenberg), der als Vierter der KM-Wertung in 2:11:16 Std. auf dem zehnten Platz landete. Insgesamt neun Lüchow-Dannenberger absolvierten die Olympische Distanz, so viele wie lange nicht mehr.

Bei den Frauen wurde dagegen kein Kreismeistertitel vergeben, weil die hiesigen Ausdauersportlerinnen beim Jedermann starteten. Schnellste war Silvia Behn (SC Gartow), die nach 1:13:04 Std. weit vor ihrer Tochter Franziska Behn (IGAS/-1:20:18 Std.) lag, die erst beim Laufen Sigrid Schareitz (1:20:56 Std.) vom VfL Langendorf überholt hatte.

Beim Jedermann-Triathlon siegte Christian Nitschke vom TV fiko-Rostock in 1:00:55 Std. Er musste nur einer starken Spezialisten-Staffel aus dem Landkreis den Vortritt lassen. Als schnellster Lüchow-Dannenberger landete Jens Göde aus Karmitz in 1:06:34 Std. auf dem achten Platz vor Matthias Bressem aus Quickborn in 1:08:55 Std. und Tilo Frenzel (Sporting Lüchow) in 1:09:28 Std.

Bild: Beim Wechsel nach dem Schwimmen noch nah bei einander: Gesamtsieger Patrick Lücke (rechts) und sein stärkster Konkurrent, Kreismeister Jörg Reckewell. Aufn.: D. Boick


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