Lokalsport


»Werbung für Radsport»

3-Etappen-Fahrt über 159 km

koo Dannenberg. Rasant flogen die Radsportlerinnen und Radsportler am Freitag über den Asphalt und das Pflaster der Dannenberger Innenstadt, lieferten sich packende Positionskämpfe und eine spannende Schlussrunde vor zahlreichen Zuschauern. Die waren vom Auftakt der dreitägigen Tour de Wendland sichtlich angetan.

»Eine bessere Werbung für den Radsport kann es nicht geben», betonte beispielsweise ein Zuschauer, der den Wettkampf gespannt verfolgte. Spannend verlief die gesamte 3-Etappen-Tour der IGAS Wendland, des MTV Dannenberg und der TSV Hitzacker, die ohne größere Zwischenfälle und zur Zufriedenheit der 111 Teilnehmer ablief. Organisator Torsten Schulz erhielt daher mit seinen Mitstreitern am Sonntag während der Siegerehrung viel Applaus.

Applaus hatten sich auch die 48 Männer und vier Frauen verdient, die die gesamte Tour mit dem Kriterium über 36 km zum Auftakt, dem deftigen 100-km-Mannschaftszeitfahren am Sonnabend und dem Einzelzeitfahren über 23,5 km am Sonntag absolviert hatten. Für Frauen, Junioren und Jugendliche war die Sonnabend-Etappe verkürzt worden. Am besten meisterte das alles Harald Keller vom Hamburger Team Renn&Sportrad Altona, der in 3:55:54,45 Std. Gesamtsieger wurde und mit seinem Team die Tour dominierte (siehe auch Bericht unten). Bei den Frauen triumphierte in 3:58:20,55 Std. Sarah Berndt vom Team BerGaMont. Reichlich Grund zur Freude hatten auch Lüchow-Dannenberger. Sven Ebeling vom Team Raum 2 aus Neu Tramm wurde beispielsweise als 20. der Gesamtwertung Kreismeister. In Markus Supplie, Frank Schönherr und Bernd Martel vom Team Supplie waren drei hiesige Radsportler zwar schneller, doch da in ihrem Team in Maik Böse ein auswärtiger Starter mitfuhr, wurde das Trio nicht für die KM-Wertung berücksichtigt.

Den Grundstein zum Tour-Sieg hatte Keller beim Kriterium am Freitag gelegt, dem zuschauerträchtigen Höhepunkt der Tour. Er absolvierte die 20 Runden über jeweils 1,8 km durch die Innenstadt in 49:59,50 Min. am schnellsten, nachdem er sich mit einem Antritt in der Schlussrunde von der Spitzengruppe abgesetzt hatte. Frank Schönherr vom Team Supplie als neuer Kriteriums-Kreismeister kam mit dem ersten Pulk als Sechster ins Ziel. Einfach war diese Etappe nicht zu fahren, denn durch die vielen Kurven mussten die Teilnehmer oft abbremsen und wieder anfahren - das schlauchte auch im Windschatten. Das Feld hatte sich daher schnell auseinandergezogen.

Noch schwerer war es für die Radsportler am Sonnabend beim 100-km-Teamzeitfahren auf einem hügeligen 20-km-Rundkurs von Hitzacker über Wietzetze und Drethem zurück in die Elbestadt. Der knackige Anstieg Kniepenberg kostete dabei besonders viel Kraft, und nicht jedes Team kam komplett ins Ziel. Das Renn & Sportrad-Quartett aus Altona dominierte diese Etappe in 2:31:12,25 Std. Knapp über 12 Minuten länger war das Team Supplie unterwegs. Der Kreismeistertitel ging aber nach 2:54:33,30 Std. an Marco Schmidt, Hans-Bernd Gneist, Sven Ebeling und Frank-Volker Schmidt, die als Team Raum 2 geschlossen die 100 km absolvierten. Beim abschließenden Einzelzeitfahren verteidigte Keller nach 34:42,70 Min. als Vierter der Tageswertung seinen Spitzenplatz in der Gesamtwertung. Tagessieger Jörn Hoffmann vom RSV Werner Otto knackte in 33:50,30 km als einziger die 34-Minuten-Marke auf dem windigen Kurs. Auf dem Hinweg von Dannenberger Conti-Parkplatz über Penkefitz nach Damnatz schob der Wind die Starter noch an. Auf dem Rückweg mussten sie dagegen ankämpfen - da hieß es für viele noch einmal kräftig Zähne zusammen beißen. Das konnte Maik Böse in 35:55,85 Min. gut. Als erster Lüchow-Dannenberger benötigte Ebeling 36:18 Min. und war damit schneller als Supplie (36:55,35 Min.) und Martel (37:25,10 Min.) als nächstschnellere Lüchow-Dannenberger. Knapp dahinter folgte nach 38:06,05 Min. das hiesige Radsporttalent Aaron Zielke, der Sieger der Juniorenklasse wurde. Bemerkenswert gut war auch Senior Hans-Jürgen Roost (IGAS Sieben) in 38:58,70 Min. unterwegs.

Bei den Frauen war Gesamtsiegerin Berndt klar beste Zeitfahrerin. Schnellste Lüchow-Dannenbergerin war Christina Bätge vom Team Bätge in 47:12,40 Min vor Silvia Behn, die beste Lüchow-Dannenbergerin in der Gesamtwertung vor ihrer Tochter Franziska war. Die hatte sich allerdings beim Kriterium knapp die Kreismeisterschaft vor ihrer Mutter gesichert.


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