Lokalsport


Schernikaus Premierensieg

Gelungenes Stundenschwimmen in Lüchow mit 101 Teilnehmern - Nebelung Erste bei den Frauen

jw Lüchow. Gleichmäßig, ru-hig, ökonomisch ziehen die Schwimmerinnen und Schwimmer ihre Bahnen. Nach jedem dritten oder vierten Armzug holen sie Luft.

Bild 2187111 Ein kurzer Blick zur Orientierung, und weiter gehts. Die meiste Zeit betrachten die Aktiven durch ihre Schwimmbrillen die Kacheln des 25-m-Beckens im Lüchower Hallenbad. Eine Stunde lang geht das so, dann ist Schluss.

Das Stundenschwimmen des SC Lüchow, MTV Dannenberg und der IGAS Wendland - oder wahlweise auch das Halbstundenschwimmen für die nicht ganz so ausdauernden Wassersportler - ist nicht besonders spektakulär. Für die Teilnehmer ist es aber jedes Mal eine He-rausforderung und ein Kampf mit sich selbst.

Bei der 16. Auflage am Sonntag waren 101 Starterinnen und Starter dabei, etwa so viele, wie im Vorjahr. Die Topleistungen blieben wie erwartet aus. Dennoch war es einmal mehr eine »gelungene Veranstaltung», wie Organisator Frank Kornell vom MTV konstatierte. Die Stimmung war gut, und die Organisation lief reibungslos. Das wichtigste jedoch: Nach 30 oder 60 Minuten durfte sich jeder Teilnehmer über sein persönliches Erfolgserlebnis freuen.

Die sportlichen Akzente setzten die Frauen. Siegerin wurde die 14-jährige Schülerin Christina Nebelung vom SCL. Ihre 3484 m sind das drittbeste Ergebnis beim Stundenschwimmen in ihrer Altersklasse. Zwar reichte Nebelung damit bei weiten nicht an die Siegerweiten der Vorjahre heran, das war für die aus Berlin stammende Schülerin aber nebensächlich. »Das war schon eine große Überraschung, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet», sagte Nebelung. Den Erfolg bei ihrem ersten Start bei dem 60-Minuten-Rennen führt sie auch auf das gute Training bei Trainerin Marika Wiehle zurück. »Das geht voran», freut sich Nebelung. Ihre Ausdauerqualitäten stellte einmal mehr Silvia Behn (SCL) als Zweite unter Beweis. Sie schwamm mit 3475 m nur neun Meter weniger als die Siegerin. In der Altersklasse W40 sind die knapp 3,5 km eine neue Bestleistung. Dritte wurde mit 3420 m Sara Tege (W17) vom SC Lüchow. Ebenfalls gut: Seniorin Karin Mehnert (W60) platzierte sich als Fünfte von 13 mit 2965 m weit vorne.

Bei den Männern waren die Leistungen insgesamt schwächer. So reichten Michael Schernikau (M40) vom MTV Dannenberg schon 3082 m für den Gesamtsieg. In der ewigen Bes-tenliste reicht das nicht einmal zu einem Platz unter den besten 45. Der 45-jährige Hobbyschwimmer, der schon bei Langstreckenschwimmen unter anderem im Schweriner See dabei war, war zufrieden. »Platz eins gleich bei meiner Premiere, das kann nicht mehr gesteigert werder», schmunzelte Schernikau. Spannend war der Kampf um die Plätze. Rang zwei und fünf trennten lediglich 33 Meter. Gemeinsam Zweite wurden Wolf Stahlknecht (IGAS/M50) und Lars Steffens (SVE Clenze/ M20) mit jeweils 2965 m vor den Nachwuchsschwimmern Marc Herrmann (M13/MTV/ 2945m) und vor Niklas Tege (M14/SCL/2932 m). Eine neue Bestleistung in der M60 stellte der Lüchower Peter Ehrlich mit 2740 m auf.

Deutlich mehr Aktive als beim Stundenschwimmen waren bei der 30-Minuten-Variante angemeldet. Sieger wurde der Hitzackeraner Vorjahressieger Dieter Eimer (M40) mit 2187 m vor Sebastian Paarz (M 20) vom SC Lüchow mit 2060 m und dem früheren Langendorfer Michael Nottebohm (M40/TSV Gellersen) mit 2052 m. Auch Chris-toph Gröger (M18) vom SCL schwamm mit 2025 m noch mehr als zwei Kilometer in einer halben Stunde.

Hauchdünn war der Vorsprung bei den Frauen. Sabine Schilling lag mit 1730 m nur fünf Meter vor Vereinskameradin Andrea Bannöhr (beide W30/ MTV). Dritte wurde ebenfalls knapp dahinter Svenja Grote (W18) vom SC Lüchow mit 1690 m.

Bei den sechs Staffeln lagen die drei Teams des DLRG Dannenberg vor den drei Mannschaften der Grundschule Oldenstadt. Erste wurde die DLRG II mit 1444 m in 30 Minuten.

Bild: Fast 3,5 km hat Christina Nebelung vom SC Lüchow beim Stundenschwimmen zurückgelegt. Mehr schaffte keiner. Damit sicherte sich die 14-Jährige etwas überraschend den Sieg bei ihrem ersten Start beim 60-Minuten-Wettkampf. Aufn.: T. Kraack


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