Lokalsport


Überbeißen bei über 40 Grad

Rund 100 Starter beim 6. Drawehn-Höhenweg-Lauf - 19 Teilnehmer im Hauptrennen - Sieg für Schwarz

jw Clenze. 30 Grad im Schatten, über 40 Grad in der Sonne und Luft, die man meint, schneiden zu können - das sind für Dauerläufer nicht die besten Bedingungen. Rund 100 Teilnehmer, so viele wie noch nie, ließen sich am Sonntag dennoch nicht davon abhalten, beim 6.

Drawehn-Höhenweg-Lauf der IGAS Wendland mitzumachen. Die große Teilnehmerschar bei der von Hermann Walther und seinen Helfern optimal organisierten Veranstaltung resultiert in erster Linie daraus, dass erstmals ein 2-km-Lauf für den Nachwuchs und ein 10-km-Lauf im Rahmenprogramm angeboten wurden (siehe Bericht rechts). Auch bei den Staffeln tummelten sich aus Veranstalter-Sicht erfreulich viele Aktive, die meisten aus dem Kreisgebiet. Das Hauptrennen über 35 km, gespickt mit bissigen Anstiegen, nahmen 18 Männer und eine Frau in Angriff. Bei den Bedingungen war der Lauf für fast alle eine Qual, allein das Durchhalten eine ganz besondere sportliche Leistung. Das war schon im Vorjahr so, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen: Bei Regen und zeitweise Hagel geriet die 5. Auflage des Laufes Ende Mai zu einer wahren Schlammschlacht. Durchbeißen war einmal mehr das Motto, auch für die schnellsten vier Langstreckler, die allesamt aus dem Kreis kommen und in der Altersklasse M40 oder älter starteten. Am besten kam der Vorsitzende des hiesigen Kreis-Leichtathletikverbandes (KLV), Jürgen Schwarz vom SC Lüchow, mit den schweißtreibenden Temperaturen zurecht. Er sicherte sich nach zwei Jahren Abstinenz in 2:38:58 Min. den Sieg. Schon im ersten Drittel, das er mit Kilometerzeiten von etwa 4:10 Min. relativ schnell anging, lief er ei-nen kleinen Vorsprung vor seinen Verfolgern heraus. Im mittleren Abschnitt, der unter anderem über den Hohen Mechtin führte, habe er bereits »ganz schön überbeißen» müssen, berichtete Schwarz. Bei den zahlreich vorhandenen und »dringend nötigen» Getränkestellen hielt sich Schwarz jeweils nicht lange auf und vergrößerte seinen Vorsprung. Am Ende hieß es dann aber auch für ihn nur noch durchhalten. »Die letzten zehn Kilometer waren eine Qual», räumte der KLV-Chef ein, der selbst einige Gehpausen einlegen musste. Im Ziel hatte er mit 2:38:58 Std. dennoch über zwei Minuten Vorspung auf Verfolger Siegfried Martel (SV Eintracht Clenze/M40), der als Zweiter und Lauf-Quereinsteiger in 2:41:10 Std. gute Form bewies. Beachtlicher Dritter wurde Wolf Stahlknecht (IGAS Wendland), der in der M55 startend der älteste Starter der Topläufer war und in 2:42:54 Std. den viertplatzierten Hans-Joachim Heermann (SV Lemgow/Dangenstorf/M40) klar distanzierte (2:49:07 Std.). Viel Biss haben die restlichen hiesigen Aktiven gezeigt, die im Ziel des 35-km-Laufes, der laut einiger Starter einem »gefühlten Marathon» gleichkam, ebenfalls mit den Kräften am Ende waren. Ralph Germ (IGAS/M30) wurde in 2:56:50 Std. Fünfter, Hans-Bernd Gneist (MTV Dannenberg/M40) in 2:57:09 Std. Sechster, Bernd Martel (SV Eintracht Clenze/M30) in 2:57:34 Std. Achter und Senior Christian Köthke (Gorleben/M60) in 3:29:04 Std. 13. Die einzige Frau, Britta Schulz vom VfL Suderburg (W35), absolvierte die Strecke in 3:07:31 Std. Bei den Staffeln teilten sich jeweils drei Starter die Strecke. Bei den hohen Temperaturen wurde diese Möglichkeit von 15 Dreier-Teams genutzt. Die Zeiten spielten eine untergeordnete Rolle, das Dabeisein zählte. Bei den Männern siegte das IGAS-Trio Christian Kracke, Tobias Schrader und Mario Schmitter in 2:47:57 Std. Von den zwei Frauen-Staffeln waren Franzis-ka Behn, Sabrina Selent und Petra Haacke vom SC Lüchow in 3:33:37 Std. die schnellere. Und die schnellste von zwei Mixed-Staffeln war die Besetzung Jörn Klose, Dietmar Grote und Christine Kruschel aus Gerdau in 3:03:31 Std.


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