Lokalsport


KM-Sieg für Gause

22. Wendland-Triathlon mit besserer Resonanz als 2006

koo Gartow. Das Wetter spielte einigermaßen mit, die Resonanz war besser als im Vorjahr und damit zufriedenstellend, die Leistungen stimmten - nur ein Fakt störte am Sonnabend die Organisatoren des 22. Wendland-Triathlons in und um Gartow.

Bild 2276889 Lediglich zwei Lüchow-Dannenberger Starter absolvierten die Olympische Distanz - das ist ein Minusrekord und für Hauptorganisator Wolfgang Schmidt auch »ein bisschen schwach». Und der Anteil jüngerer Starter war gering, analysierte Schmidt. Über diese Wermutstropfen konnte er aufgrund des insgesamt gelungenen Triathlons allerdings schnell hinwegsehen. Insgesamt 94 Finisher, darunter 18 Starterinnen und Starter in Staffeln, sorgten bei dieser Traditions-Veranstaltung für ein akzeptables Teilnehmerfeld, bilanzierte Schmidt mit der IGAS Wendland, der SV Gartow und dem VfL Langendorf. Gegenüber dem Vorjahr verzeichneten sie damit eine Steigerung um rund 30 Prozent. Ein dreistelliges Starterfeld rechtfertige den organisatorischen Aufwand. Zwar hätten »die Leute noch nicht ganz akzeptiert, dass wir zwei Jahre lang ganz kurzfristig wegen der Blaualgenplage das Schwimmen ausfallen lassen mussten. Das hat damals einige verärgert. Aber wir sind auf dem besten Wege, den Gartower Triathlon wieder zu etablieren.» Dazu trage besonders die familiäre Atmosphäre und das üppige Kuchenbufett der VfL-Frauen bei, so Schmidt. Den Kreismeistertitel, der über die Olympische Distanz vergeben wird, sicherte sich in Joachim Gause vom MTV Dannenberg ein Triathlon-Routinier. Der M45-Starter war nach 1,5 km Schwimmen im Gartower See, 38,6 km auf dem Rad und 9,4 km Laufen rund um den See in 2:13:06 Std. Gesamt-Fünfter. Sehen lassen kann sich die Leis-tung Gauses, der rund zwei Minuten länger als im Vorjahr unterwegs war, trotz der geringen KM-Konkurrenz allemal, da er schon lange ein Top-Triathlet ist und Sascha Baumgarten vom SC Lüchow als einzigen KM-Widersacher 19 Minuten hinter sich ließ. »Gause ist ein verdienter KM-Sieger», betonte Schmidt. Den Gesamtsieg sicherte sich in 2:02:12 Std. York Golinski von der SG Findorff Bremen vor seinem Vereinskollegen Ramin Meschgbu (2:04:42 Std.). Als einzige Frau über diese Strecke wurde Jessica Klumb (Marxen) in 2:18:23 Std. Neunte. Mehr Freude machte den Organisatoren der Blick auf die Teilnehmerliste des Jedermann-Triathlons. 53 Teilnehmer und damit doppelt so viele wie 2006 sorgten für ein ansehnliches Feld, 16 Frauen für einen erfreulich hohen weiblichen Anteil. Auch die Leistungen stimmten. Sieger Christian Nitschke vom TC Fico Rostock, der für 500 m Schwimmen, 19,6 km Radfahren und die 4,7 km Laufrunde 1:02:03 Std benötigte, hätte für Schmidt auch im Rennen über die Olympische Distanz vorne mithalten können. Bester hiesiger Starter auf dieser Strecke war in 1:11:57 Std. Hans-Joachim Heermann von der SV Lemgow/Dangenstorf. Ausdauer-Spezialistin Silvia Behn vom SC Lüchow war in 1:15:49 Std. schnellste Starterin. Starke Leistungen boten auch einige Staffel-Teilnehmer. Kurios dabei: Jörg Reckewell war sowohl beim Jedermann-Wettbewerb als auch im Rennen über die Olympische Distanz jeweils schnellster Schwimmer. Nach dem Start beim Jedermann-Triathlon stieg er nach nur rund acht Minuten aus dem Wasser. Rund 20 Minuten darauf ging er für eine Männerstaffel auf der Olympischen Distanz wieder ins Nass - und war wieder schnells-ter Schwimmer. Mit Sven Ebeling und Thomas Münster sicherte er sich zudem den Staffelsieg über diese längere Distanz. Reckewell und Müns-ter entschieden sich wegen ihres Starts beim Ironman-Europe kommendes Wochenende jeweils nur für einen Start in Staffeln.

Bild: Gewohnt schnell wechselte Joachim Gause vom MTV Dannenberg von der Schwimm- auf die Laufstrecke und sicherte sich beim Wendland-Triathlon erstmals den KM-Titel. Aufn.: T. Kraack


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