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Lokalsport

»Wusste gar nicht, dass es im Norden so viele Berge gibt»
35 Starter bei Rad-Touristikfahrt der IGAS Wendland
sr Lüchow. Rundum zufriedene Gesichter, nur drei Reifenpannen und vor allem keine Stürze. Die 35 Starter der 2.
Radtouristikfahrt (RTF) »Durch den Drawehn» waren voll des Lobes für diese Veranstaltung der IGAS Wendland. Zum einen über die gute Organisation und die liebevoll von den zahlreichen Helfern hergerichteten Verpflegungsstände an den vier Strecken. Und nicht zuletzt über ihre eigenen Leistungen. Die waren aber Nebensache, denn bei dieser Fahrt ging es nur ums Ankommen, Zeiten wurden nicht registriert.Neben den heimischen Routiniers auf schmalen Reifen gingen am Sonntag Morgen in Clenze auch einige Neulinge an den Start, für die ihre gewählte Strecke eine ganz besondere Herausforderung war. So startete als Jüngster der elfjährige Niklas Schmitter aus Tarmitz, der die 40 Kilometer bewältigte. Dabei war auch beispielsweise der Bösener »Feierabend»-Radler Christian Riesch, der mit seinem 20 kg schweren Mountain-Bike als einer von sieben Startern den mit 150 km längsten Parcours bewältigte und dabei in den Elbhöhen zwischen Neu-Darchau und Hitzacker viele der insgesamt 1000 Höhenmeter abfuhr. Die Anstiege waren es auch, die manchen hinterher bei Bratwurst und kühlen Getränken von der Vielzahl der Höhen im Landkreis schwärmen ließen. »Wusste gar nicht, dass es im Norden so viele Berge gibt», war ein am Sonntag oft gehörter Spruch. Die meisten Radsportler tummelten sich auf den überwiegend identischen Runden über 110 und 75 km und freuten sich, dass statt des angekündigten Regens die Sonne lachte und in manchen Waldpassagen zwischen Göhrde und Drawehn interessante Lichtakzente setzte. Und dass so mancher Streckenabschnitt auf den verkehrsarmen Straßen durch Schlaglöcher und Sand eher an die legendäre Holperstrecke Paris- Roubaix erinnerte, nahmen alle gerne in Kauf. Organisator Stefan Zauner plant, die Fahrt nach der positiven Resonanz im nächsten Jahr in den Terminkalender des Bund Deutscher Radfahrer aufnehmen zu lassen, um so auch Fahrer aus anderen Kreisen anzulocken, die solche Fahrten für Punktwertungen in Angriff nehmen. Mit zwei Lüneburger Startern im diesjährigen Feld ist auch der Anfang gemacht.
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