Lokalsport


Überraschungscoup von Jutta Pohl

86 Teilnehmer beim 16. Großen Preis von Gohlefanz - schnelle Senioren - Münster wieder Kreismeister

jw Gohlefanz. »Achtung, geänderte Streckenführung!» Der Hinweis auf der Tafel mit dem Kurs für den Großen Preis von Gohlefanz sorgte am Sonntag bei dem ein oder anderen Radsportler für leichte Verunsicherung. Die war aber nicht angebracht.

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Zum einen bezog sich der nicht mehr ganz aktuelle Hinweis auf die 34,7 km lange Stre-cke, die schon im vergangenen Jahr nach 14 Auflagen erstmals geändert werden musste. Und zum anderen hatten sich die Organisatoren von der IGAS Wendland um Christian Blume sowie viele engagierte Helferinnen und Helfer einmal mehr redlich Mühe gegeben, um es den 86 Fahrerinnen und Fahrern bei dem anspruchsvollen Einzelzeitfahren möglichst leicht zu machen. »Da mach dir mal keine Sorgen, das läuft hier immer ziemlich professionell ab», beruhigte prompt ein erfahrener Gohlefanz-Teilnehmer ei-nen Neuling.

Die tadellose Organisation und die stets familiäre, gastfreundliche Atmosphäre wäh- rend des Wettkampfes und danach bei der Siegerehrung auf dem Hof Blume in Gohlefanz machen den besonderen Reiz des »Großen Preis»» aus, betonen nicht wenige Aktive. Umso betrüblicher war für viele die Nachricht, dass die 16. Auflage des Rennens möglicherweise die letzte sein könnte. Denn Hauptorganisator Christian Blume hatte angekündigt, künftig kürzer treten zu wollen. Doch: »Diese Veranstaltung darf nicht sterben», lautete der einhellige Tenor der Teilnehmer. Und die Radsportfans dürfen hoffen: Zwar zieht sich Blume wie angekündigt aus dem sportlichen Bereich der Organisation zurück, würde aber seinen Hof weiterhin als Wettkampfzentrum zur Verfügung stellen. Und der eine oder andere Interessierte habe bereits angedeutet, den sportlichen Teil der Organisation zu übernehmen. Bis zum Winter soll eine Entscheidung fallen, ob es 2008 die 17. Auflage des Einzelzeitfahrens geben wird.

Die Veranstaltung am Sonntag hatte dennoch etwas von Abschied. Das wurde bei der stimmungvollen Siegerehrung deutlich. Gerührt war vor allem Seriensieger Heinz Koslowski, der auch diesmal wieder der Schnellste war und einen Ehrenpreis bekam (siehe Extra-Bericht rechts). In 51:24 Min. war der über 50-Jährige aus Südkampen nicht zu bezwingen. Nur acht Sekunden langsamer war Henry Thiel (M40) vom MTV Bad Bevensen. Er verwies Thomas Münster von der SV Gartorw auf Gesamtplatz drei. In 52:27 Min. verteidigte der Triathlet aus dem Ostkreis seinen Kreismeis-tertitel und war dabei noch 21 Sekunden schneller als im Vorjahr. In Bernd Martel vom SV Eintracht Clenze schaffte es nur noch ein weiterer Lüchow-Dannenberger Fahrer unter die bes-ten Zehn der Gesamtwertung. In 53:48 Min. wurde Martel Siebter und Dritter in der Altersklasse M30.

Die meisten hiesigen Aktiven waren in den Altersklassen M40 und M50 dabei und kämpften einsam gegen die Uhr und mit der anspruchsvollen Strecke um gute Zeiten. Flott unterwegs waren Stefan Zauner (SVE Clenze/7. M40) als Gesamt-21. in 58:02 Min., Frank-Volker Schmidt (22./Raum 2 Tramm/8. M40) in 58:27 Min. und Dirk Winterhoff (23./IGAS/9. M40) in 58:34 Min. Jeweils unter der 60-Minuten-Marke blieben auch Lars Schramm (25./IGAS/9. M30), Marco Schmidt (26./ Raum 2 Tramm/11. M40), Peter Kuberka (27./Schnega/12. M40), und Hans-Bernd Gneist (28./MTV Dannenberg/13. M40).

In der M50 fuhr Hans-Jürgen Roost in 1:00:10 Std. als Dritter (Gesamt-35.) noch auf das Siegertreppchen, knapp vor seinem Teamkollegen Rolf Ebeling als Vierter (1:00:41 Std./Gesamt-37.).

Eine Top-Vorstellung lieferte Gisbert Pega vom VfL Wolfsburg in der M60 ab. Der bald 70-jährige Deutsche Meister der Senioren raste in 55:42 Min. auf Gesamtplatz 13.

Bei den insgesamt 15 Frauen gab es in der Kreismeisterwertung eine Überraschung. Beste Lüchow-Dannenberger Teilnehmerin wurde zu ihrer eigenen Verwunderung Jutta Pohl (W40) aus Hitzacker. In 1:07:25 Std. fuhr sie ein starkes Rennen. Das war der Altersklassensieg und Platz vier in der Gesamtwertung. Auch mit der Fahrt von Andrea Schmidt (2. W30) vom MTV Dannenberg in 1:09:10 Std. auf den Silberplatz hatten kaum jemand gerechnet. Silvia Behn (SC Lüchow/2. W40), im Vorjahr Zweite, musste sich im mäßigen 1:15:16 Std. mit Platz drei begnügen. Schnellste Frau war in starken 59:40 Min. Stefanie Wasmundt (1. W20/ABC Wesseln) vor Rebekka Trukenmüller (2. W20/Kaifu Tri-Team Hamburg/1:00:07 Std.) und Petra von Fintel (1. W30/SC 02 Soltau/1:00:49 Std.).

Bild: Schnell unterwegs war Sven Ebeling von der IGAS Wendland beim Großen Preis von Gohlefanz. In der Kreismeisterschaftswertung fuhr er hinter Thomas Münster von der SV Gartow und Bernd Martel vom SV Eintracht Clenze auf Platz drei. 2 Aufn.: J. Wohlfeil


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