Online: 08.04.2017

Leben in der Eiszeit mit riesigen Gletschern

Balje (dpa/lni) - Das Mammut, der Höhlenbär und andere Großtierarten durchstreiften vor rund 15 000 Jahren Norddeutschland. Der Mensch war noch überwiegend Jäger und Sammler, nur vereinzelt begannen erste Stämme sesshaft zu werden. Die Sonderausstellung «Eiszeit - Leben im Extrem» im Natureum in Stade zeigt von Sonntag an Zeugnisse der letzten Kaltzeit. Auf über 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche mit lebensgroßen Tiernachbildungen und vielen Originalfunden solle der Besucher zurück in eine unwirtliche Welt versetzt werden, sagte Museumsleiter Lars Lichtenberg.

Von einer Eiszeit werde gesprochen, wenn mindestens einer der Pole komplett vergletschert sei, sagte Lichtenberg. «Das wir uns heute mitten in einer Eiszeit befinden, dürfte den einen oder anderen Besucher überraschen.» Seit etwa 10 000 Jahren sei das Klima sehr konstant, dies sei aber eher eine Ausnahmesituation.

In den 4,6 Milliarden Jahren Erdgeschichte fand die erste dokumentierte Eiszeit vor gut 2,7 Milliarden Jahren statt. Innerhalb eines Eiszeitalter gibt es laut Wissenschaft Kalt- und Warmzeiten. Das Pleistozäns Eiszeitalten - zwischen etwa 1,6 und 2,4 Millionen Jahre bis 10 000 Jahre vor heute - hat die Landschaft in Norddeutschland geprägt. In der Zeit entstand auch das Urstromtal der Elbe.


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