Online: 13.09.2017

FDP: Lehrer für Unterricht statt für Betreuung einsetzen

Hannover (dpa/lni) - Die niedersächsische FDP will sich für eine bessere Unterrichtsversorgung an den Schulen einsetzen. Falls die Liberalen an der nächsten Landesregierung beteiligt sein sollten, müsse es eine Verlagerung von Lehrerstunden aus der Nachmittagsbetreuung in den Pflichtunterricht geben, sagte der Schulexperte Björn Försterling am Mittwoch in Hannover bei der Vorstellung des bildungspolitischen Konzeptes seiner Partei.

«Es ist nicht hinnehmbar, dass vormittags Unterricht ausfällt und die Schüler nachmittags von Lehrkräften betreut werden.» Rund 40 000 Unterrichtsstunden ließen sich durch eine Verlagerung gewinnen. Damit erhielten die Schulen die nötige Reserve, um Engpässe bei der Unterrichtsversorgung auszugleichen.

Die Nachmittagsbetreuung in den Ganztagsschulen könnten nach Vorstellung der FDP Vereine, Verbände und andere Kräfte übernehmen. Die Kosten dafür schätzt die Partei auf rund 70 Millionen Euro jährlich. Lehrerstunden seien aber teurer, argumentierte Försterling.

Bei dem strittigen Thema Inklusion plädiert die FDP dafür, die Förderschule für Lernen wieder einzuführen. «Wir wollen eine freiwillige Inklusion und keinen Zwang», sagte Försterling.

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