Online: 13.09.2017

2200 Studierende auf der Warteliste für Wohnheime

Zoom Eine Hand greift nach einem Abreißzettel einer Wohnungsanzeige. Foto: M. Balk/Archiv

Göttingen (dpa/lni) - In Göttingen wird das Wohnraumangebot für Studierende offenbar immer knapper. Wie das Studentenwerk am Mittwoch mitteilte, stehen derzeit mehr als 2200 Bewerber auf der Warteliste für einen Wohnheimplatz zum Wintersemester 2017/2018. Dies seien deutlich mehr als in früheren Jahren, sagte Sprecherin Anett Reyer-Günther.

In Göttingen waren im Sommersemester 2017 rund 33 500 Studierende immatrikuliert. Die Zahl für das Wintersemester ist noch unbekannt. Das Studentenwerk bietet in 41 Gebäuden gut 4500 Wohnheimplätze an. Die Mieten liegen nach Angaben der Sprecherin je nach Größe und Komfort zwischen 180 und 350 Euro pro Monat.

Der Großteil der Studierenden müsse versuchen, auf dem freien Markt eine Unterkunft zu finden, sagte Reyer-Günther. Viele müssten auch außerhalb wohnen und pendeln. Etliche blieben angesichts der Wohnraumknappheit auch gleich bei ihren Eltern wohnen.

Für das Studentenwerk sei die Lage problematisch, weil es in Niedersachsen seit dem Jahr 2000 keine regelmäßigen Zuschüsse mehr für «Projekte rund um das Studentische Wohnen» gebe, sagte Geschäftsführer Jörg Magull. Das Studentenwerk müsse Neubauten und Sanierungen aus Eigenmitteln und Krediten finanzieren. Deshalb wolle er mit der künftigen Landesregierung Gespräche aufnehmen, um über mögliche Zuschüsse zu verhandeln.

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