Online: 15.09.2017

91-Jährige erfindet neues Harzer Gericht «Wilder Stinker»

Zoom Käthe Nolte präsentiert das neue Harzer Regionalgericht «Wilder Stinker». Foto: M. Brunnert

Herzberg (dpa/lni) «Wilder Stinker» - so heißt das neue Harzer Regionalgericht, das am Freitag vom Harzer Tourismusverband (HTV) in Herzberg vorgestellt wurde. Dabei handelt es sich um eine durch heimische Kräuter verfeinerte Wildschwein-Bratwurst. Sie wird mit Harzer Käse überbacken und dann an einer mit Harzer Beerenlikör verfeinerten Currysauce serviert. Dazu gibt es Röstzwiebeln und Pommes.

Das Rezept für das neue Regionalgericht stammt von der 91-jährigen Herzbergerin Käthe Neukirch. Sie konnte mit ihrem Vorschlag in einem Ideen-Wettbewerb Dutzende Mitbewerber schlagen.

Er könne sich gut vorstellen, dass sich der «Wilde Stinker» durchsetzt, sagte der stellvertretende HTV-Geschäftsführer Andreas Lehmberg. «Und es wäre schön, wenn unsere Gäste den Harz künftig kulinarisch mit etwas anderem verbinden würden als immer nur mit Harzer Käse.»

Käthe Neukirch war bei der Verkostung des «Wilder Stinker» am Freitag im Herzberger «Landhaus Schulze» sehr zufrieden. «Das haben sie gut hingekriegt», sagte die 91-Jährige. Ihr selbst gefalle an der Wildschweinbratwurst besonders, «dass sie nicht so fett ist».

Dass der Rohstoff-Nachschub für das neue Regionalgericht jemals ausgehen könnte, glaubt Fleischermeister Lars-Oliver Eggers aus Osterode im übrigen nicht. Im Harz und seinem Vorland gebe es inzwischen nämlich so viele Wildschweine, dass die Jäger mit dem Schießen überhaupt nicht mehr hinterher kämen.

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