Online: 21.09.2017

Plädoyers im Lüneburger Doppelmord-Prozess erwartet

Zoom Richterhammer auf einer Richterbank. Foto: Uli Deck/Archiv

Lüneburg (dpa/lni) - Im Revisionsprozess um den gewaltsamen Tod von zwei Frauen in Lüneburg werden heute die Plädoyers von Nebenklage und Verteidigung erwartet. Möglicherweise fällt auch schon das Urteil. Das Landgericht hatte den angeklagten Jesiden im ersten Verfahren zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er seine Ehefrau und deren Freundin mit rund 40 Messerstichen getötet haben soll. Nach Überzeugung der Richter hatte der aus dem Irak stammende Mann den Doppelmord begangen, weil ihn seine 32 Jahre alte Frau verlassen und Christin werden wollte. Die Freundin habe er dafür mitverantwortlich gemacht. Das Gericht stellte im September 2015 auch eine besondere Schwere der Schuld fest. Die Staatsanwaltschaft hat im neuen Prozess das gleiche Strafmaß gefordert.

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