Online: 22.09.2017

Harzer Schmalspurbahn: Beruf des Dampflokheizers hart

Zoom Tobias Hinsche schippt Kohle in die Feuerbüchse der Lokomotive. Foto: K.-D. Gabbert/Archiv

Wernigerode (dpa) - Der Job eines Heizers bei den Harzer Schmalspurbahnen (HSB) ist hart und nichts für reine Eisenbahn-Nostalgiker. «Viele unterschätzen die körperliche Arbeit und die Arbeitsbedingungen», sagte HSB-Sprecher Dirk Bahnsen der Deutschen Presse-Agentur. In einer Arbeitsschicht müsse ein Heizer bis zu drei Tonnen Kohle schippen. «Am Ofen ist es sehr heiß und in der Luft befindet sich feiner Kohlenstaub.»

Oftmals stellten Teilnehmer der Heizer-Ausbildungskurse der HSB erst während des Unterrichtes oder kurz zuvor fest, wie fordernd der Beruf ist. «Viele brechen daraufhin ihre Ausbildung leider ab», sagte Bahnsen. Besonders stark war die Abbrecherquote in diesem Frühjahr, weshalb dem Unternehmen aus Wernigerode die Heizer fehlten. Erstmals in der Unternehmensgeschichte mussten zu Beginn des Sommerfahrplanes Busse statt der berühmten Dampflokomotiven eingesetzt werden.

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