Online: 29.01.2017

Niedersachsen plant Vorstoß zur Verhinderung von Einbrüchen

Zoom Ein Mann demonstriert wie Einbrecher Fenster aufhebeln. Foto: Frank Rumpenhorst/Symbolbild

Hannover (dpa/lni) - Niedersachsen will mit einer Bundesratsinitiative bessere Voraussetzungen für die Prävention von Einbrüchen schaffen. Ein Antrag von SPD und Grünen, der in dieser Woche im Landtag debattiert werden soll, sieht unter anderem eine Reform des Mietrechts vor. Demnach soll das Rechtsverhältnis zwischen Vermieter und Mieter so geändert werden, dass der Mieter künftig technische Einbruchssicherungen einbauen kann, ohne dass der Vermieter später verlangen darf, diese Einbauten rückgängig zu machen. «Wir wollen den Vermieter stärker in die Pflicht bringen», sagte die Grünen-Chefin Meta Janssen-Kucz.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Carsten Becker verwies darauf, dass der Autodiebstahl in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen sei, weil die Fahrzeuge mit Wegfahrsperren ausgerüstet wurden. Dies zeige auch den Erfolg des Passivschutzes. «Der gleiche Täterkreis weicht jetzt auf Wohnungseinbrüche aus. Eine Scheibe einzuschlagen ist oft Sache von Sekunden.» Schon jetzt aber zeigt die niedersächsische Polizeistatistik, dass fast 40 Prozent der Einbruchsversuche abgebrochen werden, weil die Täter an Hindernissen scheitern.

Die Initiative von Rot-Grün sieht außerdem vor, das Programm zur Förderung des Einbaus von Sicherheitstechnik der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über das Jahr 2017 hinaus zu verlängern. Seit Ende 2015 können bei der KfW Zuschüsse von bis zu 1500 Euro für Material und Handwerkerkosten beantragt werden. Innenminister Boris Pistorius (SPD) setzt sich seit langem für eine finanzielle Förderung des Einbruchschutzes ein.

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