Online: 30.01.2017

SPD profitiert vom «Schulz-Effekt»: Mehr Mitglieder

Zoom SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv

Hannover/Bremen (dpa/lni) - Die Nominierung von Martin Schulz zum SPD-Kanzlerkandidaten und Parteichef hat den Sozialdemokraten in Niedersachsen und Bremen viele neue Parteimitglieder gebracht. Seit Bekanntgabe der Entscheidung am 24. Januar habe die niedersächsische SPD 214 Neueintritte verzeichnet, sagte Landesgeschäftsführer Georg Brockmeyer am Montag. «Es ist eine tolle Mobilisierung. Das hat etwas mit der Person zu tun. Aber offensichtlich stärkt die Personalie auch die Glaubwürdigkeit der Partei», sagte Brockmeyer. Niedersachsens SPD hat nach eigenen Angaben mehr als 57 000 Mitglieder.

Auch der mit 4140 Mitgliedern (Stand: 31.12.2016) wesentlich kleinere SPD-Landesverband Bremen registrierte Zulauf. Allein am vergangenen Wochenende gab es nach Parteiangaben 20 Online-Beitritte, davon 19 am Sonntag, dem Tag, an dem Schultz vom Parteivorstand nominiert wurde.

Ende 2016 habe die SPD schon vom «Effekt Trump» profitiert und jetzt vom «Effekt Schulz», sagte Landesgeschäftsführer Roland Pahl. Als der Republikaner Donald Trump Anfang November die US-Präsidentschaftswahl gewann, habe die Bremer SPD im November und Dezember jeweils rund 20 Neueintritte verzeichnet. Durchschnittlich seien es monatlich etwa 10.


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