Online: 01.02.2017

Tarifstreit: Unzufriedene Lehrer streiken an 20 Schulen

Zoom Trillerpfeifen mit GEW-Logo liegen auf einem Tisch. Foto: Peter Steffen/Archiv

Für diesen Donnerstag rief die Gewerkschaft Verdi Straßenwärter zu Warnstreiks auf, außerdem soll es einen ganztägigen Warnstreik an Hamburgs Schulen geben.

Im Tarifstreit im öffentlichen Dienst wollen angestellte Lehrer und Schulangestellte mehr Geld. Deshalb hatte die GEW Sozialpädagogen, Schulassistenten, Sozialarbeiter und angestellte Lehrer an Schulen in Stadt und Region Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Peine, Osterode, Osnabrück, Nienburg und Hameln zu Warnstreiks und verschiedenen Aktionen aufgerufen. In der Innenstadt von Hannover kamen rund 350 Beschäftigte zu einer Protestkundgebung. Warnstreiks an Schulen gab es am Mittwoch auch in Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen.

In Niedersachsen gibt es nach GEW-Angaben 18 000 Tarifbeschäftigte an Schulen. Rund 78 000 Lehrer im Land sind Beamte. Ein Tarifabschluss im öffentlichen Dienst wird aber in der Regel auch auf Beamte übertragen.

Bundesweit geht es in den Verhandlungen um die Bezahlung von rund einer Million Angestellten der Länder und um das Geld für 2,2 Millionen Beamte von Ländern und Kommunen sowie Pensionäre, auf die das Ergebnis übertragen werden soll.

Die zweite Runde der Tarifgespräche für den öffentlichen Dienst der Länder war am Dienstag zunächst weitgehend ergebnislos verlaufen. Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) führt die Verhandlungen für die Arbeitgeberseite. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte wiederholt deutlich gemacht, dass sie die Gewerkschaftsforderung mit einem Gesamtvolumen von sechs Prozent Plus für viel zu hoch hält.

Die dritte Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst beginnt am 16. Februar in Potsdam. Verdi-Bundeschef Frank Bsirske hofft dann auf einen Durchbruch, auch wenn sich dieser derzeit noch nicht abzeichne.

Beim Warnstreik der Straßenwärter in Niedersachsen werden am Donnerstag zu einer zentralen Kundgebung in Hannover Beschäftigte aus Hannover, Hameln, Nienburg, Braunschweig und Oldenburg erwartet. Ein Protestzug soll vor das Wirtschaftsministerium ziehen.


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