Online: 02.02.2017

Gericht will Mammutprozess um Bombe beenden

Zoom Polizeifahrzeuge stehen vor dem Bahnhof in Bonn Foto: Marius Becker/Archiv

Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Terrorprozess um die Bombe am Bonner Hauptbahnhof und ein Mordkomplott will das Düsseldorfer Oberlandesgericht nach fast zweieinhalb Jahren die Beweisaufnahme beenden. Der Senat habe für weitere Beweisanträge eine Frist bis zum kommenden Montag gesetzt, sagte ein Gerichtssprecher. Das Gericht verwies auf eine Vielzahl unergiebig gebliebener Beweisanträge.

Anträge, die ohne nachvollziehbare Begründung später als Montag eingingen, würden auch unter dem Aspekt einer möglichen Prozessverschleppung geprüft. Das Gericht hat in dem Verfahren bereits 148 Verhandlungstage absolviert.

Hauptangeklagter ist der mutmaßliche islamistische Terrorist Marco G.. Im September 2014 hatte der Terrorprozess gegen den aus Oldenburg stammenden Islamisten und seine drei mutmaßlichen Komplizen begonnen.

Bonn und Leverkusen sollten laut Anklage der Bundesanwaltschaft Tatorte islamistischen Terrors werden: Im Dezember 2012 war ein Sprengsatz an Gleis 1 des Bonner Hauptbahnhofs entdeckt worden. Im März 2013 soll ein nächtliches Mordkommando auf dem Weg zu einem rechtsradikalen Politiker in Leverkusen gewesen sein.

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