Online: 02.02.2017

Warnstreik bei Mitarbeitern der Straßenmeistereien

Zoom Ca. 200 Mitarbeiter von Straßenmeistereien ziehen durch Hannover. Foto: Holger Hollemann

Hannover (dpa/lni) - 300 Mitarbeiter von Straßenmeistereien haben sich in Hannover an einem Warnstreik beteiligt, um Druck auf die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder zu machen. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu dem Warnstreik am Donnerstag aufgerufen. Die Teilnehmer zogen in einem Protestmarsch von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zum Wirtschaftsministerium, dort gab es eine Kundgebung.

«Die Kollegen streiken für eine angemessene Lohnerhöhung und für die Übernahme von Auszubildenden wie auch die Erhöhung von Ausbildungsvergütungen», sagt Antje Schumacher-Bergelin von Verdi.

Außerdem haben die Beschäftigten der Straßenmeisterin Angst um ihre Jobs: Nachgedacht wird derzeit über die Gründung einer Autobahngesellschaft, um Planung, Bau und Erhalt der Fernstraßen auf neue Beine zu stellen. Was das für die Arbeitsplätze im Land bedeutet, ist noch völlig unklar.

Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) sagte zu den Demoteilnehmern, er sei grundsätzlich gegen die Idee einer Bundesautobahngesellschaft. «Wir werden uns intensiv in die Verhandlungen einbringen», betonte er. Bei den Gesprächen darüber setzte er sich dafür ein, die Arbeitsplätze der Mitarbeiter in den Straßenbahnmeistereien und Autobahnmeistereien zu erhalten.

Die zweite Runde der Tarifgespräche für den öffentlichen Dienst der Länder war am Dienstag zunächst weitgehend ergebnislos verlaufen. Die Gewerkschaften wollen sechs Prozent mehr, die Länder halten die Forderung für viel zu hoch. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 16. Februar geplant.

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