Online: 03.02.2017

Betreuung von Kleinkindern trotz Zunahme unter Zielvorgabe

Zoom Kinder spielen in einer Kinderkrippe. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

2007 hatten sich Bund, Länder und Kommunen darauf verständigt, die Betreuungssituation für Kleinkinder zu verbessern. Ziel war es, bis zum Jahr 2013 für 35 Prozent dieser Altersgruppe ein Betreuungsangebot zur Verfügung stehen. In Niedersachsen erreichten dieses Ziel bis 2016 nur wenige Regionen. Dabei klaffen die Werte weit auseinander.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lagen lediglich die Landkreise Göttingen (36,0) und Lüneburg (37,7 Prozent) sowie die Stadt Oldenburg (37,4) über der Zielvorgabe. Alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte lagen zum Teil deutlich darunter.

Die landesweit niedrigste Betreuungsquote hatten der Kreis Wittmund (16,7) und die Städte Wilhelmshaven (18,4) und Salzgitter (19,1). Ähnlich niedrige Quoten hatten der Landkreis Leer (19,3) und die Stadt Delmenhorst (19,5 Prozent).

Auch Kindergartenkinder zwischen drei und sechs Jahren haben einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Landesweit wurden Anfang März vergangenen Jahres 93,2 Prozent dieser Altersgruppe betreut (2007: 83,3 Prozent).

Dabei waren die regionalen Unterschiede vergleichsweise gering. Die in Relation wenigsten betreuten Kinder (84,6 Prozent) gab es im Landkreis Gifhorn, die meisten (99,8 Prozent) im Kreis Harburg.

Ganztagsplätze mit mehr als sieben Stunden Betreuung hat allerdings nur eine Minderheit von 29,1 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen (2007: 9,6 Prozent). Deshalb sei ein Vollzeitjob für beide Eltern der übrigen 71 Prozent Kinder dieser Altersgruppe kaum möglich, so die Einschätzung der Statistiker.

Auch bei der Ganztagsbetreuungsquote gibt es regional riesige Unterschiede: Am höchsten (63,5 Prozent) ist sie in der Stadt Wolfsburg, am niedrigsten in der Grafschaft Bentheim (5,8 Prozent).


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