Online: 12.02.2017

Regierungschefs würdigen Steinmeier

Zoom Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) spricht. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Berlin (dpa) - Die Regierungschefs von Niedersachsen und Bremen, Stephan Weil und Carsten Sieling (beide SPD), haben den neu gewählten Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier als besonnen Politiker gewürdigt. «Ich freue mich sehr über diese wirklich gute Wahl der Bundesversammlung», sagte Weil am Sonntag in einer ersten Reaktion. Viele Menschen überall im Land seien zu recht begeistert über den neuen Bundespräsidenten. «Sie mögen seine ruhige und besonnene Art, sein freundliches Wesen, seine Klugheit und seine große Menschlichkeit.» Weil dankte auch Joachim Gauck für seine würdige Amtsführung, für viele mahnende oder ermutigende Worte und für seine hohe moralische Integrität.

Der gewählte Bundespräsident Steinmeier hat aus Sicht von Bremens Regierungschef Sieling die besten Voraussetzungen für das Amt des Staatsoberhauptes. «Er steht für Diplomatie und Verantwortung. Gerade mit Blick auf die weltpolitische Lage brauchen wir einen Bundespräsidenten, der die Regeln der Demokratie und des Rechtsstaates hochhält und dies auch gegenüber Präsidenten befreundeter Länder deutlich sagt», sagte Sieling nach der Wahl am Sonntag. Auch er würdigte die Arbeit von Bundespräsident Joachim Gauck.

Niedersachsens CDU-Chef Bernd Althusmann sagte: «Eine respektable Wahl gerade in außenpolitisch turbulenten Zeiten. Steinmeier hat meinen Respekt, weil er in Deutschland, gerade aber auch auf internationaler Ebene ein verlässlicher und erfahrener Verhandlungspartner war.»

Ex-Außenminister Frank-Walter Steinmeier wurde am Sonntag zum zwölften Bundespräsident Deutschlands gewählt. Die Bundesversammlung wählte den 61-jährigen SPD-Politiker in Berlin im ersten Wahlgang mit 931 von 1239 gültigen Stimmen zum Nachfolger von Joachim Gauck. Dieser hatte aus Altersgründen auf eine zweite Amtszeit verzichtet. Steinmeier, der Kandidat von CDU/CSU und SPD war, kam auf eine Zustimmung von gut 75 Prozent. 103 Mitglieder der Bundesversammlung enthielten sich. Steinmeier nahm die Wahl direkt im Anschluss an die Verkündung des Ergebnisses an. Gaucks fünfjährige Amtszeit endet am 18. März.


^ Seitenanfang