Online: 16.02.2017

Asylbewerber steht wegen Sozialbetrugs vor Gericht

Zoom Menschen gehen durch das Amtsgericht in Hannover. Foto: Peter Steffen

Hannover (dpa/lni) - Ein Asylbewerber muss sich am heutigen Donnerstag (09.00 Uhr) wegen Sozialbetrugs vor dem Amtsgericht Hannover verantworten, weil er unter sieben falschen Identitäten 59 200 Euro zu Unrecht kassiert haben soll. Der Angeklagte, der für seine Betrügereien in unterschiedlichen norddeutschen Städten vorstellig geworden sein soll, sitzt seit Ende Oktober in Untersuchungshaft, teilte das Gericht mit. In einem ähnlichen Fall hatte das Gericht vor kurzem bereits einen Asylbewerber zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der Mann hatte gestanden, mit Mehrfachidentitäten 21 700 Euro ergaunert zu haben.

Der Prozess war der erste in Niedersachsen nach Bekanntwerden von mehr als 300 Verdachtsfällen, in denen sich Flüchtlinge Unterstützung mit Mehrfachidentitäten erschlichen haben sollen. Laut Innenministerium hat es in Niedersachsen flächendeckend solche Fälle gegeben. Der Gesamtschaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.


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