Online: 15.12.2014 - ePaper: 16.12.2014

Feuer auf der Stadtinsel

ZoomEin Wohn- und Geschäftshaus auf der Hitzackeraner Stadtinsel hat am Sonntagabend gegen 23 Uhr gebrannt. Die Feuerwehrleute konnten ein drohendes Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude verhindern.

Fachwerkhaus brannte am Sonntagabend in Hitzacker - Adventsmarkt-Buden im Weg?

bp Hitzacker. Ein historisches Fachwerkhaus hat am Sonntagabend gegen 22 Uhr auf Hitzackers Stadtinsel gebrannt. Die Feuerwehrleute konnten ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude in der eng bebauten Altstadt verhindern. Auch Verletzte gab es keine. Der Mieter einer Wohnung konnte sich rechtzeitig ins Freie retten.

Das Feuer war in einer Zwischenwand ausgebrochen und hatte auf die Inneneinrichtung und einen Teil der Zwischendecke aus Lehm übergegriffen. Die Feuerwehrleute öffneten einen Teil des Daches und der Wände, um den Brand zu bekämpfen. Die Ermittlungen der Polizei laufen zwar noch, ersten Erkenntnissen zufolge war aber wohl ein technischer Defekt für das Feuer verantwortlich. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 150000 Euro.

Am Tag nach dem Brand ist kaum zu sehen, was in der Nacht zuvor geschehen ist. Ein Wagen der Lüneburger Brandermittler parkt vor dem Gebäude, ein paar Männer tragen Kartons hinaus. Barbara Schneeberg muss mit ihrer Kanzlei zumindest übergangsweise umziehen. "Es muss ja weitergehen, wir müssen Fristen einhalten", sagt die Anwältin und wirft einen Blick in einen Karton.

Hausbesitzer Peter Schneeberg ist froh und etwas verärgert zugleich. Froh ist er, dass bei dem Feuer niemand verletzt worden ist. Verärgert ist er, dass nun eingetreten ist, wovor er schon seit langer Zeit warnt: Was, wenn während oder kurz nach dem Adventsmarkt etwas auf der Stadtinsel passiert? "Der Adventsmarkt ist eine ideale Sache, aber er gehört nicht auf den Marktplatz, sondern um die Kirche herum", findet Schneeberg. Zufälligerweise hatte er am Abend vor dem Brand, um kurz vor sieben Uhr, noch Fotos von den vielen Buden und Ständen gemacht, die am Sonntagabend noch immer auf der Stadtinsel standen und auf ihren Abbau am Montagmorgen warteten. "Diese Fotos mache ich jedes Jahr", sagt Schneeberg.

Nur wenige Stunden nachdem Schneeberg die Fotos aufgenommen hatte, hatten die Feuerwehrleute seinen Angaben zufolge einige Mühe, zwischen den Buden und Ständen ihre Löscharbeit zu verrichten. Einige Buden hätten aus dem Weg geräumt werden müssen. Schneeberg appelliert an die Stadt, den Standort des Weihnachtsmarktes zu überdenken.

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