Online: 25.03.2015 - ePaper: 26.03.2015

Lehmbackofen in Sammatz falsch bedient: Drei Männer und eine Frau teils lebensgefährlich verletzt

 

bp Sammatz. Drei Männer und eine Frau haben gestern Morgen in Sammatz zum Teil schwere Rauchgasvergiftungen erlitten. "Es sah nicht gut aus", hieß es heute Morgen von Polizeisprecher Kai Richter. Teilweise habe Lebensgefahr bestanden. Zum aktuellen Gesundheitszustand der Verletzten konnte Richter nichts sagen.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei haben die Betroffenen vermutlich einen vor Kurzem neu gebauten Lehmbackofen in einem externen Gebäude in Betrieb genommen und dabei falsch bedient. Sie vergaßen wohl, die Rauchgasklappe zu öffnen. In Folge dessen erlitten die Männer im Alter von 22, 36 und 68 Jahren sowie die Frau im Alter von 38 Jahren die Vergiftungen.

Aufgrund der Beschwerden suchte einer der Männer die Klinik in Dannenberg auf. Die anderen drei entschlossen sich im weiteren Verlauf des Tages, dies ebenfalls zu tun. Bei den Untersuchungen stellten die Ärzte bei dreien schwere Vergiftungen fest, sodass die Patienten mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken nach Berlin und Halle geflogen wurden. Dort gibt es Überdruckkammern für eine Spezialbehandlung solcher Verletzter. Einer oder eine erlitt lediglich eine leichte Vergiftung und blieb im Dannenberger Krankenhaus.

Ein Schornsteinfeger suchte nach dem Zwischenfall den Unfallort auf und inspizierte den Lehmbackofen, stellte aber keinen technischen Fehler fest. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

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