Online: 09.12.2015

rg Woltersdorf. Großeinsatz heute Abend für die Feuerwehren im Raum Lüchow. Feuer in der Flüchtlingsnotunterkunft Woltersdorf war gemeldet worden, Einsatzkräfte aus Lüchow, Woltersdorf, Bösel und Wustrow machten sich auf den Weg zur Üfest. Doch es brannte nicht, wie sich herausstellte. Security-Mitarbeiter hatten im Hauptgebäude Rauch bemerkt und die Feuerwehr alarmiert, doch einen Brandherd fanden die Einsatzkräfte nicht. Selbst eine gründliche Untersuchung des gesamten Gebäudes mit Wärmebildkameras blieb erfolglos. Nach gut einer halben Stunde rückten die Wehren und die ebenfalls alarmierte Polizei wieder ab.

Alarm in der Üfest

ZoomFeuerwehren aus dem Raum Lüchow-Wustrow waren zur Üfest geeilt - rückten aber nach rund 30 Minuten unverrichteter Dinge wieder ab. Unklar ist, was die Rauchentwicklung ausgelöst hat.

 

Das nichts gefunden wurde müsse nicht heißen, dass nicht irgendwas gebrannt habe, hieß es von der Feuerwehr. Das Feuer könne aber nicht groß gewesen sein. Auch sei nicht auszuschließen, dass irgendwo in dem großen alten Gebäude aus der NS-Zeit ein Brand schwele. Daher seien auch die Wachleute angewiesen worden, ständig zu patrouillieren. Man werde das ganze beobachten, stellte Lüchows Gemeindebrandmeister Torsten Breese herraus. Denn klar sei: Es habe eine Rauchentwicklung gegeben, und dieser Rauch sei auch noch beim Eintreffen der Einsatzkräfte zu riechen gewesen.

 

In dem betroffenen Gebäude befinden sich vor allem die Verwaltungsbüros der Unterkunft, außerdem der Speisesaal und die Küche. Die meisten Bewohner der Unterkunft sind in auf dem Üfest-Gelände aufgestellten Wohncontainern untergebracht. Ärgerlich über den mutmaßlichen Fehlalarm ist man bei der Feuerwehr dennoch nicht. „Wir rücken lieber dreimal umsonst aus, als einmal zuwenig“, betont man. Gerade vor dem Hintergrund der mittlerweile zahlreichen Anschläge und Angriffe auf Flüchtlingseinrichtungen in ganz Deutschland.

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