Online: 01.06.2016 - ePaper: 02.06.2016

Nach Attacke auf Jobcenter und Kik Lüchow: Schaden im fünfstelligen Bereich

tl Lüchow. Knapp drei Wochen nach den Anschlägen auf die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Lüchow sowie die Kik-Filiale in der Kreisstadt (EJZ berichtete) haben Arbeiter damit begonnen, die Schäden zu beseitigen. Allein am Gebäude des Jobcenters sei durch Glasbruch und Farbschmiererei ein Schaden zwischen 20000 und 25000 Euro entstanden, informiert Agentur-Sprecherin Jeannette Unterberger auf Nachfrage. Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter hätten sich in das Gebäude allerdings nur eingemietet, es sei kein Eigentum der Agentur, sagt Unterberger.

Beim Textil-Discounter Kik liegt der Schaden, der auf das Unternehmen zurückfällt, im vierstelligen Bereich, berichtet Unternehmenssprecherin Olga Bakanow, ohne konkret zu werden. Der Gesamtschaden dürfte aber deutlich höher liegen. Aber auch Kik sei in ein Fremdgebäude eingemietet, sodass der größte Teil des Schadens auf den Vermieter zurückfalle. Dort werden derzeit die kaputten Glasscheiben ausgetauscht und die blaue Farbe entfernt.

Die Farbattacken, die eingeschmissenen Scheiben und die versuchte Brandstiftung im Kik-Markt Lüchow stehen aller Wahrscheinlichkeit nach in Verbindung mit dem Brandanschlag auf das Einkaufszentrum in der Jeetzelallee in Dannenberg, wo sechs Märkte komplett abbrannten und ein Schaden in Millionenhöhe entstanden war. Auch dort hatte man blaue Farbreste gefunden. Die Ermittlungen der Polizei dazu dauern weiter an.

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