Online: 11.07.2016 - ePaper: 12.07.2016

Feuerwehr Damnatz befreit entkräftete Schwimmerin und zwei havarierte Boote aus der Elbe

ejz Damnatz/Penkefitz. Eine entkräftete Schwimmerin und zwei auf der Elbe havarierte Yachten hat die Besatzung des Mehrzweckbootes "Lurch" von der Feuerwehr Damnatz am Sonntagnachmittag bei einer stundenlangen Rettungsaktion auf dem Strom aus ihren misslichen Lagen befreit. Holger Bannöhr von der Feuerwehr vermutet, dass die Rettungskräfte der Frau sogar das Leben gerettet haben. Sie hatte versucht, den Besatzungen von zwei Yachten zu helfen, die sich auf Sandbänken im Bereich Damnatz/Penkefitz mitten im Strom festgefahren hatten. Der "Lurch" kam offenbar genau zum richtigen Zeitpunkt. "Wären die Rettungskräfte nur kurze Zeit später eingetroffen, wäre die Frau vermutlich ertrunken", so Bannöhr. Die entkräftete Schwimmerin versuchte gerade, gegen die Strömung das rettende Ufer zu erreichen. Im Boot kümmerte sich die Besatzung um die mutige unverletzte Frau, die sich nach Angaben der Feuerwehr relativ schnell erholte und nicht ärztlich versorgt werden musste.

Die Schwimmerin hatte offenbar großes Glück, dass die Lurch-Besatzung sie überhaupt bemerkt hatte, denn sie befand sich etwa in der Mitte zwischen den beiden in mehr als einen halben Kilometer Entfernung voneinander havarierten Yachten. Die Feuerwehrleute hatten sie entdeckt, als sie die Wasseroberfläche mit dem Fernglas absuchten. Zwei Männer, die versuchten, ihre zehn Meter lange Segelyacht wieder flott zu bekommen, hatten die Schwimmerin gar nicht bemerkt.

Bei der Alarmierung zu dem Hilfseinsatz bei Elbkilometer 517 hatte es auch keinen Hinweis auf die Schwimmerin gegeben, berichtete Bannöhr. Gemeldet worden war der Feuerwehr Damnatz eine Stahlyacht, die auf einer Sandbank festlag.

Nach der Menschenrettung kümmerten sich die Feuerwehrleute um die beiden Yachten und ihre Besatzungen. Die Segelyacht musste in den Damnatzer Hafen geschleppt werden, weil sie manövrierunfähig war. Beim Auffahren auf die Sandbank war der Motor so stark beschädigt worden, dass seine Leistung nicht mehr ausreichte, um die Yacht im Fluss zu lenken. Sie soll nun im Damnatzer Hafen repariert werden.

Auch die Stahlyacht, die ein paar hundert Meter entfernt von der Segelyacht auf eine Sandbank aufgefahren waren, befreite die Feuerwehr. Dieses Boot war unversehrt und konnte die Fahrt in Richtung Hamburg fortsetzen. Die Besatzungen der havarierten Yachten, eine Ehepaar und zwei Männer, wurden nicht verletzt.

Holger Bannöhr berichtete, dass es sich um ortunkundige Bootsführer handelte, die zum ersten Mal auf der Elbe in diesem Bereich unterwegs waren. Es ist jedoch zumindest fraglich, ob sie die Havarieren hätten verhindern können, wenn ihnen dieser Elbabschnitt bekannt gewesen wäre. Die Sandbänke im Strom verlagern sich in der Elbe schnell und oft, weiß der Damnatzer Feuerwehrmann. Hinzu kommt, dass der Wasserstand der Elbe derzeit relativ niedrig ist.

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