Online: 26.09.2016 - ePaper: 27.09.2016

Hitzacker: Autodiebe statt Terroristen

ZoomDen teuren SUV ließen die Diebe mit laufenden Motor vor dem Supermarkt stehen.

rg Hitzacker. Groß war am Montagmittag die Aufregung in Hitzacker: Blaulicht, Absperrungen - und mitten drin ein schwarzer Luxus-Geländewagen, der verlassen mit laufendem Motor vor einem Supermarkt stand. Zeugen berichteten, der Fahrer des Wagens sei aus dem laufenden Fahrzeug gesprungen, in ein anderes Auto gehüpft und davongefahren. Angst machte sich breit, es könnte sich um einen Anschlag handeln. Vor allem, als die Polizei anrückte und den Bereich absperrte. Doch des Rätsels Lösung war unspektakulärer: Der Wagen, ein Mercedes GLE Coupé, war in Glinde (Schleswig-Holstein) gestohlen worden, die Diebe fuhren mit dem Wagen und in Hamburg gestohlenen Nummernschildern bis nach Hitzacker, wo ihre Fahrt endete, weil die Motorelektronik streikte. Versuche, den Mercedes vom Hersteller aus fernfreischalten zu lassen, scheiterten später ebenso wie anfängliche Versuche, ihn vom ADAC abschleppen zu lassen: Die Reifen des SUV waren zu groß für das Hebewerkzeug des Abschleppers. Die Fahndung der Polizei nach den Tätern blieb bisher ohne Erfolg. Die Ermittler sicherte mit einem Spezialteam Spuren am Auto.

Aufn.: R. Groß

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