Online: 09.11.2016

rg Steine. Großalarm Mittwochnachmittag für die Feuerwehr in Steine: Im Schlachthof Vogler war Ammoniak aus der Kühlanlage ausgetreten, so die Meldung. Die Warnanlage hatte angeschlagen, und ein Mitarbeiter des Unternehmens hatte den Ammoniak-Geruch auch wahrgenommen. 40 Mitarbeiter des Unternehmens wurden aus dem Gebäude evakuiert, die Feuerwehr und der Rettungsdienst rückten mit einem Großaufgebot von fast 100 Einsatzkräften an. Spezialisten des Umweltzuges erkundeten ABC-Schutzanzügen das Gebäude, stellten jedoch keinen Gasaustritt fest. Die evakuierten Mitarbeiter, die zwischenzeitlich in Luckauer Feuerwehrgerätehaus gebracht worden waren, um nicht in der Kälte warten zu müssen, konnten nach etwas mehr als einer Stunde wieder an die Arbeit zurückkehren. Verletzt wurde niemand. Es entstand jedoch ein nicht unerheblicher Sachschaden – durch den Produktionsausfall.

Gasalarm im Schlachthof

ZoomSpezialisten des Umweltzuges erkundeten das Schlachthofgebäude, in dem die Ammoniak-Warnanlage angeschlagen hatte.

Man gehe bei solchen Lagen immer vom Schlimmsten aus, die Sicherheit gehe immer vor, so Kreisbrandmeister Claus Bauck. Ein Mitarbeiter des Unternehmens hatte kurz nach Einsatzbeginn die Feuerwehrleute aufgefordert, den Einsatz abzubrechen, damit weiter gerabeitet werden könne. „Die Warnanlage hat angeschlagen, außerdem wurde ein Ammoniakgeruch festgestellt – damit ist nicht zu spaßen“, so Bauck.

Vor vier Wochen war genau das jetzt eingetretene Szenario Inhalt einer Großübung auf dem Gelände von Vogler in Steine. Damals war nicht alles glatt gelaufen – mit dem gestrigen Einsatz könne man aber zufrieden sein, hieß es von der Feuerwehr: Alles, was bei der Übung noch nicht so gut funktionierte hatte, habe jetzt, beim Ernstfall, geklappt.

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