Online: 20.12.2016 - ePaper: 21.12.2016

Mehr Streifen: Polizei reagiert auf Anschlag

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bp Lüchow. Nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin mit mehreren Toten hat die Polizei auch im Landkreis Lüchow-Dannenberg ihre Präsenz auf der Straße erhöht. Zwar seien "natürlich keine Hundertschaften" auf den Straßen des Kreisgebiets unterwegs, betont Polizeisprecher Kai Richter. Trotzdem seien "vermehrt Streifen unterwegs", um dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen Rechnung zu tragen. Die Polizei sei nach den Ereignissen in Berlin "besonders sensibel". Städte wie Lüchow, Dannenberg und Hitzacker stünden als Terrorziele zwar vermutlich weit weniger im Fokus als Großstädte wie Berlin oder Hamburg. Trotzdem gehe die Polizei auch für eine ländliche Region wie Lüchow-Dannenberg von einer "abstrakten Gefährdungslage" aus. Auch die Gorlebener Atomanlagen sind bekanntlich ein Anschlagsziel und auch darauf habe die Polizei ein Auge.

"Für den Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Lüneburg sind aktuell keine Hinweise oder Planungen für einen Anschlag oder konkrete Gefährdungen bekannt. Allerdings sind in allen sechs Polizeiinspektionen Gespräche der örtlichen Inspektionen und Dienststellen mit den Kommunen geführt worden, um die Sicherheitsvorkehrungen mit Blick auf die Weihnachtsmärkte und andere Großveranstaltungen zu prüfen", betont Polizeipräsident Robert Kruse. Die Ausstattung der Polizisten werde "teilweise angepasst". Einige würden "eine Maschinenpistole in der Öffentlichkeit sichtbar mitführen oder besondere Schutzwesten tragen". Das sei "nicht Ausdruck einer besonderen örtlichen Gefahrenlage, sondern trägt der Gefährlichkeit potenzieller Täter Rechnung und sichert die Handlungsfähigkeit der Beamtinnen und Beamten".

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