Online: 18.01.2017 - ePaper: 19.01.2017

Wohnungsbrand: Zwei Verletzte

ZoomEine Wohnung hat am frühen Mittwochmorgen in der Wustrower Marschstraße teilweise gebrannt. Die Bewohner kamen mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus. Ein Feuermelder hat ihnen eventuell das Leben gerettet. Er riss die beiden aus dem Schlaf.

bp Wustrow. Rauchmelder retten Leben, heißt es immer wieder von der Feuerwehr. Der Satz hat sich am Mittwochmorgen in Wustrow bewahrheitet. Denn gegen 4 Uhr brannte eine Wohnung in der Marschstraße und womöglich hat ein Feuermelder den Bewohnern im ersten Stock des Hauses tatsächlich das Leben gerettet. Sein schrilles Piepen riss laut Polizei fünf oder sechs Personen aus dem Schlaf.

Nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Wustrow reagierten die Bewohner trotz des Schrecks genau richtig, denn sie schlossen während ihrer Flucht geistesgegenwärtig Fenster und Türen. Dadurch sei Schlimmeres verhindert worden, weil die Sauerstoffzufuhr begrenzt wurde und sich das Feuer vielleicht auch deshalb nicht über das Wohnzimmer hinaus entwickelte.

Die Wehrleute hatten das Feuer schnell unter Kontrolle. Rettungskräfte brachten zwei 18 und 17 Jahre alte Bewohner mit dem Verdacht auf eher leichte Rauchgasvergiftungen ins Salzwedeler Krankenhaus. Selbst zwei große Schlangen, die sich in dem Raum in einem Terrarium befanden, überlebten das Feuer. Die beiden ungiftigen Pythons krochen zwar aus ihren zerstörten Gehegen, konnten aber kurze Zeit später eingefangen werden.

Die Polizei schätzt den Schaden auf 10000 Euro. Möglicherweise ist nur Inventar, kaum aber das Gebäude zu Schaden gekommen. Die Polizei ermittelt, kann bisher weder einen technischen Defekt noch vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung ausschließen. Die Feuerwehren Wustrow, Lüchow, Lübbow und Lensian waren mit knapp 100 Einsatzkräften vor Ort.

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