Online: 29.01.2017 - ePaper: 30.01.2017

Neue Ergebnisse der Rundlingforschung

ejz Lüchow. Es gibt immer wieder neue Forschungsergebnisse, auch zur Entwicklung von Rundlingsdörfern zwischen Lüneburg und Magdeburg. Holger Schulz (46) aus Teplingen ist Doktorand an der Georg-August-Universität Göttingen, zugleich aber auch im wendischen Freundes- und Arbeitskreis aktiv. Der hat ihn gebeten, doch neue Erkenntnisse aus seinem Arbeitsgebiet in einem öffentlichen Vortrag vorzustellen. Das soll am Donnerstag, dem 2. Februar, ab 19 Uhr im Lüchower Amtshaus in der Theodor-Körner-Str. 4 geschehen.

Holger Schulz hat angekündigt, dass er auch den Chronisten Helmold von Bosau (gestorben 1177) und dessen "Slawenchronik" über den Zeitraum von 800 bis 1170 nach Christi zitieren, interpretieren wird. Aus der Zeit des sogenannten Wenden-Kreuzzugs im Jahr 1147 wird von der Existenz von namentlich genannten 48 Dörfern berichtet, die noch im 18. und 19. Jahrhundert Rundlingsdörfer im linkselbischen Untersuchungsgebiet zwischen Lüneburg und Magdburg waren.

Einführende Worte und Moderation übernimmt Dr. Arne Lucke, Kreisarchäologe a. D., aus Jabel. Einige weitere Einzelheiten können Interessierte einem Flyer entnehmen, der per Mail unter Wendischer-Freundeskreis@gmx.de angefordert werden kann. Einen zweiten Vortrag hält Holger Schulz, am Dienstag, dem 4. April, zum Thema: "Das Siedlungsverhalten von Slawen im Mittelalter zwischen Lüneburg und Magdeburg nach Bodenqualitäten".



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