Online: 13.02.2017 - ePaper: 14.02.2017

Staudte bleibt skeptisch

Lüchow. Wie einige ihrer Kollegen aus der CDU (EJZ berichtete) ist auch die grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte skeptisch gegenüber einer Fusion der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg und der IHK Braunschweig. "Unsere Unternehmen in Nordosten sind nach Hamburg orientiert. Bei einer Fusion ist damit zu rechnen, dass die wirtschaftspolitische Ausrichtung der neuen IHK sich verlagert, und zwar nicht im Sinne Nordostniedersachsen", wiederholt sie die CDU-Kritik. Staudte hält auch eine alleinige Entscheidung der Vollversammlung, die aus 72 Delegierten besteht, für nicht ausreichend für eine so weitreichende Entscheidung. "Die niedersächsischen Unternehmen in unserem Teil der Metropolregion Hamburg sollten im Falle einer Zustimmung der Vollversammlung zusätzlich befragt werden. Nur wenn sie mehrheitlich einverstanden sind, dürfte der Fusionsprozess weiterverfolgt werden." Staudte verweist auf die Zwangsmitgliedschaft der Unternehmen. "Sie haben ja gar keine Wahl, sich eine andere Interessenvertretung auszusuchen. Eine Befragung würde die Fusion legitimieren oder eben auch nicht," sagt Staudte. ↔ejz



^ Seitenanfang