Online: 14.02.2017 - ePaper: 15.02.2017

IHK-Streit: Für Fusion, gegen Fusion

Lüchow. Die mögliche Fusion der Industrie- und Handelskammern (IHK) Lüneburg-Wolfsburg, zu der auch der Bereich Lüchow-Dannenberg gehört, und Braunschweig ist ein Stück wahrscheinlicher geworden. Die Präsidenten beider Kammern haben nach einer gemeinsamen Sitzung beschlossen, den gemeinschaftlich eingebrachten Vorschlag weiterzuverfolgen. Als nächstes befassen sich die beiden Vollversammlungen der Kammern im März und Mai mit dem Thema.

Einige Landräte sehen die Fusionspläne kritisch (EJZ berichtete). Auch der hiesige Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols (CDU) lehnt die mögliche Fusion ab. Er sehe das Thema "mehr als kritisch", plädiert stattdessen für "eine regional stark verankerte IHK". Eine Fusion der beiden Kammern führe nicht zu einer Stärkung des nordostniedersächsischen Raumes. "Wenn überhaupt, fände eine Stärkung des Wirtschaftsraumes Braunschweig statt, vor allem mit einem geplanten Umzug der Kammerspitze nach Wolfsburg", so Pols. Landkreise wie Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Harburg seien als Teil der Metropolregion Hamburg "nicht nach Süden, sondern nach Norden orientiert", findet Pols. Deswegen spräche viel mehr für eine Fusion mit der IHK Stade, da diese auch die derzeitige Wirtschaftsregion besser abbilden würde. Die IHK Lüneburg-Wolfsburg sei größer als die IHK Braunschweig und müsse deshalb das Heft des Handelns in der Hand behalten. "Die erste Geige spielt Lüneburg und nicht Braunschweig", unterstreicht Pols seine Sicht der Dinge.↔bp



^ Seitenanfang