Online: 06.03.2017 - ePaper: 07.03.2017

Schaafhausen: Neue Werkstatthalle

Schaafhausen. Ein Landmaschinen-Unternehmen will sein Betriebsgelände in Schaafhausen um eine 30 mal 20 Meter große Werkstatthalle erweitern. Dafür muss ein Bebauungsplan erweitert werden. Der Stadtrat hat dem während einer Sitzung in der zurückliegenden Woche zugestimmt. Die Stadt trägt die Kosten der Änderung in Höhe von knapp 19000 Euro mit der Begründung, dass bereits sechs Arbeitsplätze an dem Standort entstanden sind und durch die Erweiterung sechs weitere Jobs geschaffen werden sollen. Langfristig sollen dort laut Verwaltung 20 Menschen tätig sein.

Kritik an dem Vorgehen äußerte Kurt Herzog (SOLI). Die Werkstatt rücke nah an die Wohnbebauung heran, Lärm-emission könnte zu einer Belastung für Anwohner werden, die dann kaum eine Chance hätten, sich zu wehren. Schließlich liege die Beweislast bei den Geschädigten. Das Werkstattareal sei gegenüber der Wohnbebauung zu wenig abgeschirmt. Außerdem kritisierte Herzog, das Unternehmen habe seine Erweiterungspläne "zu lange im Dunkeln gehalten". CDU-Mann Kurt Behning widersprach. Es sei gut, dass neue Arbeitsplätze entstehen würden und die nächste Wohnbebauung sei 50 Meter entfernt. Der Werkstattlärm finde "in einer abgeschlossenen Halle statt" und es sei insofern nicht zu erwarten, dass der Lärm zu einem Problem für die Anwohner werden könnte. Der Rat stimmte dem Vorgehen zu, die beiden SOLI-Vertreter enthielten sich der Stimme. ↔bp



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