Online: 17.03.2017 - ePaper: 18.03.2017

Alarmkette gegen Abschiebung: Polizei ermittelt

Lüchow. Nach dem Bekanntwerden der SMS-Alarmkette gegen Abschiebungen der Zuflucht-Initiativen im Wendland hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das hat Polizeisprecher Kai Richter auf Nachfrage bestätigt. Gegen wie viele Personen sich das Verfahren richtet, dazu wollte er noch keine Angaben machen. "Es geht jetzt darum, für diesen Anfangsverdacht des öffentlichen Aufrufs zu Straftaten be- und entlastende Beweise zu sammeln", erklärt Richter. Die örtliche Dienststelle in Lüchow habe Vorladungen zu Vernehmungen verschickt. Im Falle einer Verurteilung drohen eine Geldbuße oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren, erklärt der Sprecher. Das richte sich nach der Schwere der Tat. Polizei und Staatsanwaltschaft seien gleichermaßen auf die Absichten der Zuflucht-Mitglieder aufmerksam geworden. Mit der SMS-Alarmkette gegen Abschiebungen wollen die Flüchtlingsunterstützer Abschiebungen stören und abwenden (EJZ berichtete). ↔tl



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