Online: 27.03.2017 - ePaper: 28.03.2017

Vortrags-Filmreihe im Verdo: Verbotene DEFA-Filme

Hitzacker. "Die DDR im Spiegel verbotener DEFA-Filme" - unter diesem Titel präsentiert Hans-Wolfgang Lesch in den nächsten Wochen eine neue Vortrags-Filmreihe im Verdo in Hitzacker. Lesch hatte sich in den beiden vergangenen Jahren mit unterschiedlichen Themen der DDR-Filmgeschichte auseinandergesetzt, zuletzt mit den Antikriegsfilmen der DEFA und herausragenden Beispielen der Kinder-und Jugendfilmproduktion. Nun widmet er sich ab dem morgigen Mittwoch einem zu DDR-Zeiten besonders brisanten Thema, nämlich den von der DEFA-Filmgesellschaft produzierten, aber danach aus unterschiedlichen Gründen von den verschiedenen staatlichen Instanzen verbotenen Spielfilmen - bis zu solchen, gegen die "der große BruderSowjetunion" sein Veto einlegte.

Dabei wird Lesch, der sich seit Jahrzehnten mit der Geschichte der DDR-Kultur, -Literatur und -Filme befasst, zeigen, wie stark die SED-Politik auf die Kultur der Deutschen Demokratischen Republik einwirkte, und zwar in allen kulturellen und künstlerischen Bereichen, was gerade an den verbotenen DEFA-Produktionen besonders eindrucksvoll nachgewiesen werden kann.

Die Vortrags-Filmreihe erstreckt sich nach einem Einführungsvortrag, der mit mehreren filmischen Beispielen aufgelockert wird, über acht Abende, um unterschiedliche Themen, ihre filmische Umsetzung und die Gründe für ihre Verbote in den Blick zu nehmen. Folgende Filme werden jeweils ab 19 Uhr nach dem morgigen Einführungsvortrag in die Kulturpolitik der DDR und ihre Auswirkungen auf die DEFA-Filmproduktion, jeweils mittwochs gezeigt: am 5. April: "Sonnensucher", Regie: Konrad Wolf, 1958; am 12. April: "Denk bloß nicht, ich heule", Regie: Frank Vogel, 1964/65; am 19. April: "Berlin um die Ecke", Regie: Gerhard Klein, 1965; am 26. April: "Der verlorene Engel", Regie: Ralf Kirsten, 1965/66; am 3. Mai: "Wenn Du groß bist, lieber Adam", Regie: Egon Günther, 1965; am 10. Mai: "Karla", Regie: Hermann Zschoche, 1966; am 17. Mai: "Fräulein Schmetterling", Regie: Kurt Barthel, 1965/66, Buch: Christa und Gerhard Wolf; und am Dienstag, dem 23. Mai: "Hände hoch - oder ich schieße!", Regie: H.-J. Kasprzik, 1965/66, Buch: Rudi Strahl und Hans-Joachim Kasprzik.↔ejz



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