Online: 03.04.2017 - ePaper: 04.04.2017

Bildhauer Georg Seibert gestorben

Lüchow. Das Haus war das zentrale Thema in seinen Arbeiten: Der Bildhauer Georg Seibert - der am 25. März im Alter von 77 Jahren in Berlin starb - hat in seinen großen Stahlskulturen immer wieder neue Erscheinungsformen des Hauses entwickelt, es auf sehr kreative Art und Weise in seine Einzelteile zerlegt und die Betrachter eingeladen, es gedanklich in Form zu bringen. Viele seiner "Häuser" stehen in Berlin im öffentlichen Raum, zwei im Wendland, wo der Künstler zwischen 1998 und 2011 lebte. Den Wald rund um die Marlebener Mühle, in der er sein Landatelier eingerichtet hatte, gestaltete er als Skulpturenhain, der eine Attraktion für Freunde der Bildhauerei aus Nah und Fern war. Seibert gehörte zu den Teilnehmern des 1. Wendlandsymposiums des Westwendischen Kunstvereins im Jahr 1991. In seiner Skulptur "Gezeiten" lässt er ein stählernes Schiff aus einem hölzernen Haus quasi vom Stapel laufen. Im Skulpturengarten von Klaus und Monika Müller-Klug in Damnatz schuf er "Ein Haus für Freunde", eine begehbare Skulptur, durch die Besuchern den Garten betreten können.↔by



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