Online: 10.04.2017 - ePaper: 11.04.2017

BI kritisiert GNS-Bericht zu Gorleben

Gorleben. Als "Beruhigungspille" hat die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) den vorgelegten Überwachungsbericht der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) zum Atommüllzwischenlager Gorleben bezeichnet. Die in dem Bericht getätigten Aussagen, das Zwischenlager habe "keine radiologischen Auswirkungen auf die Umgebung" (EJZ berichtete), sei nicht nachvollziehbar, so die BI: Mit "immer neuen Maßnahmen" schaffe es die GNS, in ihren Berichten die Strahlendosis des Zwischenlagers niedrig erscheinen zu lassen. So werde durch "Änderungen der Messanordnung und der Berechnungsverfahren der natürliche Strahlenuntergrund auffällig hoch dargestellt." Umstritten sei zudem die "angeblich erhöhte natürliche Gamma-Dosis-Leistung am Zaun, die auf einen Schotterweg zurückzuführen sei". Wenn man von der gemessenen Strahlendosis am Zaun einen natürlichen Anteil abziehe, erhalte man "den gewünschten niedrigen Anteil aus den Castoren", kritisieren die Gorleben-Gegner. "Die Bevölkerung des Landkreises kann erwarten, dass das Umweltministerium ihre eigenen Erkenntnisse transparent darstellt", fordert so auch BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. ejz



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