Online: 20.04.2017 - ePaper: 21.04.2017

Abi-Streich: Nicht alles ist versichert

Lüchow. An vielen Schulen folgt auf die Abitur-Prüfungen zurzeit der Abi-Streich. Bei diesen Streichen sind Unfälle keine Seltenheit. Und im Gegensatz zu sonstigen Schulunfällen bezahlt die gesetzliche Unfallversicherung nicht automatisch die Heilbehandlung von verunglückten Schülern. Die Fälle werden vielmehr sehr kritisch geprüft. Darauf weisen der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover (GUVH) und die Landesunfallkasse Niedersachsen (LUKN) hin. Versichert sind nur Unfälle auf Schulveranstaltungen, die die Schule selbst organisiert hat. Und das ist gerade bei Abi-Streichen nicht der Fall. Sie stehen nicht unter der Einflussnahme der Schule, sondern werden von den Abiturienten in Eigenregie geplant und oft bis zum letzten Tag geheim gehalten. GUVH und LUKN appellieren deshalb an die Schüler, sich und andere nicht zu gefährden. Kein Abiturient sollte sein Leben bei einer gefährlichen Kletterpartie am Gebäude riskieren. Auch zugeschüttete Flucht- und Rettungswege oder geflutete Klassenräume seien nicht witzig. Bei GUVH und LUKN sind rund 872000 Schulkinder unfallversichert. Der Versicherungsschutz ist für die Eltern kostenfrei. ↔ejz



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