Online: 21.05.2017 - ePaper: 22.05.2017

Aktionstag "Kind und Verkehr" im Lemkihaus

Von Puppe "Willi" viel gelernt

ZoomDer pensionierte Polizeibeamte Detlef Tolle (rechts) verdeutlichte den Kindergarten-Kindern des Lemkihauses in Schmarsau, was beim Überqueren einer Straße zu beachten ist.

Schmarsau. "Wo hast du denn dein Polizeiauto?" Diese Frage richteten die Kinder der Kindertagesstätte Lemkihaus etwas enttäuscht an den pensionierten Polizeibeamten Detlef Tolle, der im Zuge des Aktionstages "Kind und Verkehr" nach Schmarsau gekommen war, allerdings nur mit einem kleinen roten Auto. Die kurze Enttäuschung legte sich aber schnell, als der Ruheständler seine echte Polizeimütze und seinen Freund präsentierte, die Tütenpuppe "Willi".

Nach einer Fortbildung bei der Verkehrswacht in Uelzen im vergangenen Herbst hatte Kita-Leiterin Patricia Engemann den Aktionstag arrangiert und Detlef Tolle als Moderator verpflichtet, der über vieljährige Erfahrung in Sachen Verkehrserziehung verfügt. So handelt es sich beim Programm "Kind und Verkehr" um ein Projekt mehrerer Automobilclubs. Dabei werden Mütter und Väter von speziell ausgebildeten Moderatoren darüber informiert, wie sie ihre Kinder gut auf den Straßenverkehr vorbereiten.

Mit der kleinen Tütenpuppe, dem Polizisten "Willi", bespricht Tolle mit den Kindern, wie man sich im Straßenverkehr verhalten soll. Es wird darüber gesprochen, wer auf dem Gehweg, dem Fahrradweg oder auf der Straße sein darf. Außerdem wird das richtige Verhalten an Zebrastreifen und Ampel besprochen. Beim anschließenden Spaziergang durch Schmarsau erhielten alle Kinder Sicherheitswesten. Tolle übte mit den Kindern an den vielen Hofeinfahrten das Stehenbleiben und Schauen, ob ein Auto kommt, sowie das korrekte Überqueren der Fahrbahn: Wenn alles frei ist, gerade über die Straße gehen, nicht rennen.

Am Abend folgte dann für die interessierten Eltern der Infoabend. Dabei informierte Tolle anhand kurzer Filmsequenzen über Gefahrenpunkte im Wohnumfeld der Kinder. Er warnte davor, Kinder unter sieben Jahren auf "Spielfahrzeugen" wie Roller, Laufrad oder auch Fahrrad am Straßenverkehr teilnehmen zu lassen. Die Eltern könnten im Ernstfall nicht schnell genug eingreifen. Abschließend führte der pensionierte Polizist verschiedene Kindersitze vor und wies auf wichtige Sicherheitsregeln hin. Es entwickelte sich ein reger Austausch mit den Eltern. ejz



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