Online: 19.06.2017 - ePaper: 20.06.2017

Gemeinde Zernien: Infotermin zu Aufbrüchen durch Wurzeln

Zernien. Wurzelaufbrüche auf Fußwegen und Straßen, die von Bäumen verursacht werden, die auf privaten Grundstücken stehen - dieses Problem verursacht in der Gemeinde Zernien eine Menge Ärger.

Bürgermeister Heinz Schulz hat während der jüngsten Ratssitzung in der Gemeinde angekündigt, dass Anfang bis Mitte September eine Infoveranstaltung zu diesem Thema stattfinden soll, in dem die Gemeinde mit den Grundstückseigentümern als Verursachern ins Gespräch kommen und gemeinsam mit ihnen nach Lösungen für das weitreichende Problem suchen will. Das hat Bürgermeister Schulz vor Kurzem gegenüber der EJZ mitgeteilt.

Ein Beispiel für solche Wurzelaufbrüche findet sich im Räuberberg. In dieser Straße sei das Problem besonders groß. Ob Asphaltdecke oder Verbundsteinpflaster, die Wurzeln würden beides anheben, erklärt der Bürgermeister. Die Wölbungen und Huckel stellten eine Gefahr für Fußgänger dar. Um die Schäden zu beseitigen, gebe die Gemeinde Zernien "zig tausend Euro" aus.

In einer Bestandsaufnahme in Zernien habe er 27 Grundstücke ausgemacht, von denen solche Wurzeln als Ursache von Gehwegs- und Straßenschäden ausgehen, berichtete Bürgermeister Schulz. Sieben weiterer solcher Fälle habe er in Spranz und Neu Bellahn festgestellt. Im Birkenweg habe er eine an die 20 Quadratmeter große Fläche aufbrechen lassen, um die Verzweigungen der Wurzeln mit dem entsprechenden Druck auf die Oberfläche zu verdeutlichen. Der Bürgermeister vertritt die Auffassung, dass die Gemeinde nicht alleine die Reparaturkosten für solche Gefahrenstellen übernehmen könne.

Die Grundstückseigentümer seien als Verursacher an den Kosten zu beteiligen. Ob und inwieweit das gelingt, soll in der Infoveranstaltung im September ausgelotet werden. Der Bürgermeister hofft auf eine rege Beteiligung, damit die Gemeinde das Problem in den Griff bekommen kann. as



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