Online: 12.07.2017 - ePaper: 13.07.2017

Auf den Spuren von Jean Genet

Trebel. "Gemeinsam umstritten - Jean Genet und sein Verleger Andreas Meyer" heißt es beim Verein Wendische Dialoge. In einer Ausstellung werden von dem französischen Dichter inspirierte Drucke und Grafiken von Josi Vennekamp, Uwe Bremer und Arno Waldschmidt gezeigt, außerdem Arbeiten von Peter Tripp und Markus Valazza. Und in einer Veranstaltung zur Vernissage am Sonnabend, dem 15. Juli, geht es um die Wege, auf denen diese Werke inspiriert wurden. Zu Gast im Atelier von Ernst von Hopffgarten in Trebel ist dann ab 16 Uhr Andreas Meyer, der Gründer des imKreis Lüneburg beheimateten Merlin-Verlages, in dem die Werke Genets in Deutschland erschienen sind und der die Kontakte zu den Rixdorfer Druckern hergestellt hat. Darüber und darüber, wie er sich in der 60-jährigen Verlagsgeschichte den Spitznamen "Schweine-Meyer" eingefangen hat, wird der 90-jährige Verleger am Sonnabend berichten.

Außerdem liest Wolfgang Kaven Texte von Genet, der als Romanautor, Dramatiker und Dichter in der Haft zu schreiben begann. In Genets Werken treten Menschen auf, wie sie ihm im Leben und im Gefängnis begegnet sind: Verratene und Vergessene, Homosexuelle, Sadisten und Sadomasochisten, Zuhälter und Prostituierte. Und Revolutionäre. Genet steht auf Seiten der Verfolgten, fassen die Veranstalter zusammen. ↔tj



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