Online: 12.07.2017 - ePaper: 13.07.2017

Zernien will Alte Schmiede noch mehr in den Mittelpunkt stellen

Werben mit Kunst

ZoomMit diesem Schild, gestaltet von dem in Zernien lebenden Künstler Lorenz Thomsen (links, mit Ratsmitglied Lars-Oliver Schulz) bewirbt die Gemeinde Zernien künftig ihr Gemeindezentrum Alte Schmiede.

Zernien. In Zernien kennt sie jeder, die Alte Schmiede. Nicht nur wegen des Streits über die Kosten des Projektes. Das jüngst für viel Geld ausgebaute neue Gemeindezentrum ist ein Ort, in und an dem viel passiert. Doch schon außerhalb der Ortschaft "muss ich nicht selten erklären, wie und wo man die Alte Schmiede findet", sagt Zerniens Bürgermeister Heinz Schulz. Doch damit soll nun Schluss sein: Bald ziert ein großes und von Weitem sichtbares Schild das Gebäude und weist Besuchern den Weg. Gestaltet, gefertigt und gestiftet wurde es vom in Zernien lebenden Künstler Lorenz Thomsen. Und für ihn ist dieses Schild ein weiterer Baustein in seiner Vision von einem neuen Zernien. Einem Zernien der Kunst.

"Wir waren hier lange so etwas wie Kunstmuffel", sagt Bürgermeister Schulz. Und in der Tat: Was das öffentlich zur Schau gestellte Kulturgut anbelangte, konnte Zernien kaum mit anderen Orten mithalten. Das soll sich ändern, längst gibt es Pläne für einen Skulpturenpfad, die Kunst soll Einzug halten in den öffentlichen Raum, der Gemeinderat machte dafür jüngst den Weg frei (EJZ berichtete). In der Alten Schmiede finden neben Chorproben, Filmabenden und dem Treffen von Handarbeitsgruppen jetzt auch Kunstausstellungen statt - und das Gebäude selbst wird von einem kunstvoll gestalteten Schild beworben.

Ein stilisierter Schmied, der mit einem Hammer ein rotglühendes Stück Metall bearbeitet, ist darauf zu sehen, darunter steht "Alte Schmiede". Das Schild selbst ist aus Aluminium, per 3000-Bar-Wasserstrahl waren die Figur und die Schrift aus der Platte herausgeschnitten worden. Neben der Kenntlichmachung des Gemeindezentrums soll das Schild auch einen Bogen in die Vergangenheit schlagen, sagt Bürgermeister Heinz Schulz. "Heute erinnert ja von Außen nichts mehr an die Alte Schmiede, die hier seit vor dem Zweiten Weltkrieg stand und in der gearbeitet wurde. Das Schild stellt diese Verbindung nun optisch wieder her." rg



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