Online: 17.07.2017 - ePaper: 18.07.2017

Dialoge, Trialoge

Tolstefanz. Bei zwei Konzerten im Rahmen der Konzertreihen AusSichten und EinSichten des Dannenberger Kulturrings ist das Trio Sostenuto aus Dresden zu hören. Am Freitag, dem 21. Juli, spielen der Klarinettist Christian Wettin, der Cellist Friedrich Thiele und der Pianist Richard Röbel ein Programm mit dem Titel "Lehrer - Schüler - Individuen". Ab 20 Uhr sind dann Werke von Ernst-Helmuth Flammer und dessen Schülern Hakan Ulus, Tobias Eduard Schick und Richard Röbel zu hören. Im Haus Flammers in Tolstefanz treffen in der Reihe AusSichten dann "hoch-individualisierte Klangsprachen aufeinander", verspricht der Programmtext, eine Begegnung, anhand derer "das Schüler-Lehrer-Verhältnis als Entfaltung individueller Ansätze" beschrieben wird. Die Besetzung des Klarinettentrios lasse die verschiedenen kompositorischen Zugangsweisen besonders deutlich werden. Die Besonderheiten des dunkel-sonoren Klangcharakters der Kombination von Klarinette, Violoncello und Klavier bestimmen auch das EinSichten-Konzert am Sonnabend, dem 22. Juli, bei dem das Trio Sostenuto ab 20 Uhr im Ohmschen Haus in Dannenberg musiziert. Dann bringt es "Dunkle Romantik - Dreigespräche" zu Gehör. Gespielt werden Kompositionen von Alexander von Zemlinksky, Max Bruch und Johannes Brahms. Das resignative Spätwerk von Johannes Brahms entfaltet nahezu symphonische Qualitäten. Brahms wiederum war begeistert von dem Zemlinskys Trio, das mit jugendlichem Übermut die reizvollen Klangfarbenkombinationen der Besetzung auslotet. Den Ruhepol bilden zwei Stücke von Max Bruch, die einen melancholischen Abgesang auf die romantische Klangsprache darstellen. ↔tj



^ Seitenanfang