Online: 12.10.2017 - ePaper: 13.10.2017

Ende einer Ära in Bergen: Aus für Sparkasse nach 150 Jahren

Bergen. Die Sparkasse hat in Bergen Tradition. Eine lange Tradition. Vor 150 Jahren gründeten in der Südkreis-Ortschaft engagierte Bürger und Geschäftsleute die Gemeindesparkasse Bergen, damals untergebracht im Wirtshaus Witte in der Breiten Straße. Im kommenden Jahr nun endet die Geschichte der Sparkasse in Bergen, die dortige Filiale der heutigen Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg wird im ersten Quartal 2018 geschlossen (EJZ berichtete). Und daher nutzte Bergens Bürgermeisterin Heidi Schulz (parteilos) die jüngste Sitzung des Bergener Gemeinderates, um noch einmal auf die Geschichte der Sparkasse in Bergen zurückzublicken.

Christian Witte, ein gewisser C. Zauß und Bürgermeister Brohme seien damals, am 15. September 1867, die treibenden Kräfte gewesen, die sich zur Gründung der Gemeindesparkasse Bergen zusammentaten, zitierte Schulz aus der Chronik des Ortes Bergen. Zunächst in einem Gasthaus untergekommen, zog die Bergener Sparkasse 1902 ins Rathaus des Ortes. Dort blieb man jahrzehntelang, bis es in den 1980er-Jahren zu eng wurde - die Sparkasse Bergen erwarb das Haus Nr. 29 in der Breiten Straße, riss es ab und errichtete sich dort ein eigenes Gebäude. 1984 zog man dort ein, wo die Filiale heute noch ist, allerdings seit 2000 als Filiale der Kreissparkasse Lüchow-Dannenberg, mit der das Bergener Geldhaus 1999 Fusionsverhandlungen aufgenommen hatte. Der Fusion hatte der Gemeinderat einstimmig - bei einer Enthaltung - zugestimmt, berichtete Schulz ihren Ratskollegen.

2006 schließlich fusionierte die Lüchow-Dannenberger Kreissparkasse selbst mit der Nachbar-Sparkasse aus Uelzen zum heutigen Geldhaus - und im kommenden Jahr ist es vorbei mit der Sparkasse in Bergen. "Diesen Beschluss der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg bedauern wir außerordentlich", betonte Bergens Bürgermeisterin zum Abschluss. rg



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